Luxus-Schuhe: Bally will zurück an die Spitze
Aktualisiert

Luxus-SchuheBally will zurück an die Spitze

Der Schweizer Schuhhersteller Bally will zurück zu altem Glanz. Richten solls ein Luxus-Flagship-Store in London.

von
kwo
Bally-CEO Frédéric de Narp möchte mit dem Schuhhersteller zurück an die Spitze (Archivbild von 2006, als de Narp noch CEO von Cartier Nordamerika war).

Bally-CEO Frédéric de Narp möchte mit dem Schuhhersteller zurück an die Spitze (Archivbild von 2006, als de Narp noch CEO von Cartier Nordamerika war).

Frédéric de Narp, der CEO des Schweizer Schuhherstellers Bally, will sein Unternehmen mit einer Offensivstrategie wieder zu altem Glanz verhelfen. Dies sagt er in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der «Handelszeitung».

Gelingen soll dies mit der Eröffnung eines neuen Luxus-Flagship-Stores in London, der Vorbild für alle 700 Verkaufspunkte von Bally weltweit werden soll. 2016 soll in Los Angeles ein weiterer Flagship-Store dazukommen. De Narp gibt sich im Interview angriffig: «Wir wollen Bally zur bedeutendsten Luxusschuhmarke der Welt machen.»

Keine Entwicklung

Mit der bisherigen Strategie Ballys zeigt sich de Narp unzufrieden. Er urteilt: «In den letzten zehn Jahren hat sich Bally nicht mehr weiterentwickelt.» Er erklärt, dass sich die Eigentümer in einer verzweifelten Situation befunden hätten und ihn nun mit einer Carte blanche für Investitionen ausgestattet hätten. Ziel sei es unter anderem, die Präsenz im Wachstumsmarkt China massiv auszubauen.

Trotz globaler Strategie will der Manager die Schweiz nicht vernachlässigen – sie soll Produktionsstandort bleiben. «Wir investieren bereits massiv, um im Tessin noch mehr herzustellen», erklärt de Narp. In Zürich bedauert er den Verlust des alten Geschäfts an der Bahnhofstrasse, wo sich heute die Modekette Zara eingemietet hat. Den heutigen Standort in der Nähe des Paradeplatzes bezeichnet er als reine Übergangslösung.

Seit über 150 Jahren

Bally wurde 1851 von Carl Franz Bally im schweizerischen Schönenwerd gegründet. Das Unternehmen stellte zunächst Damen- und Herrenschuhe, später auch Accessoires her. Seit 2008 ist Bally im Besitz der österreichischen Labelux Group. Diese kaufte Bally für geschätzte 370 Millionen Euro. Labelux gehören auch die Marken Jimmy Choo oder Derek Lam.

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