Simbabwe: Ban begrüsst Durchbruch
Aktualisiert

SimbabweBan begrüsst Durchbruch

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon fand lobende Worte für den Durchbruch für eine Einheitsregierung in Simbabwe. Seine Zustimmung fand besonders Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, der sich zu einer Koalition mit Präsident Robert Mugabe bereit erklärt hatte.

Die künftige Regierung müsse nun rasch alle erforderlichen Massnahmen ergreifen, um die Krise in Simbabwe zu überwinden, forderte Ban.

Die USA zeigten sich skeptisch, ob die Regierung tatsächlich wie angekündigt Mitte Februar zustande kommen werde. Es habe in der Vergangnheit bereits mehrfach entsprechende Zusagen gegeben, die dann nicht eingehalten worden seien, sagte Aussenamtssprecher Robert Wood.

Ähnlich äusserte sich der britische Aussenminister David Miliband. Hauptgrund der Krise in Simbabwe sei Mugabes Weigerung, dem Willen seines Volks zu entsprechen, sagte Miliband. Die neue Regierung müsse an ihren Handlungen und ihrer Bereitschaft zu Reformen gemessen werden.

Simbabwe war nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im März 2008 in Chaos und Gewalt versunken, weil Tsvangirais oppositionelle Bewegung für einen Demokratischen Wandel (MDC) den Sieg bei beiden Wahlen für sich beanspruchte, Mugabe dies aber nicht zugestehen wollte.

Am schliesslich einberufenen zweiten Durchgang der Präsidentschaftswahl im Juni nahm Tsvangirai wegen massiver Einschüchterung seiner Anhänger nicht mehr teil.

Die Rivalen einigten sich im September im Grundsatz auf eine Einheitsregierung, stritten anschliessend aber um die Verteilung der Kabinettsposten, insbesondere um das wichtige Ressort des Innenministers.

(sda)

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