Aktualisiert 25.06.2009 09:22

FinanzkriseBan Ki Moon fordert Finanzreform

Zur Eröffnung einer Wirtschafts- und Finanzkonferenz der Vereinten Nationen hat Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Reform des globalen Finanzsystems gefordert.

Die Institutionen, die vor Generationen geschaffen worden seien, müssten berechenbarer, repräsentativer und wirksamer werden, sagte Ban am Mittwoch in New York vor hochrangigen Vertretern aus rund 140 Ländern in New York. «Lassen Sie uns mehr Fairness bei der Führung der Weltinstitutionen sicherstellen.»

Nach Einschätzung von Ban werden die Auswirkungen der Krise trotz einzelner Lichtblicke noch Jahre dauern. Er appellierte an die Industriestaaten, den besonders betroffenen Entwicklungsländern mehr zu helfen.

»Die gegenwärtige Krise kann keine Entschuldigung sein, von bisherigen Zusagen abzurücken», warnte er. Zunehmende Armut, Jobverlust und Klimawandel müssten gemeinsam bekämpft werden. «Das ist kein Almosen, das ist kein Luxus - das ist ein Entwicklungserfordernis.»

Die dreitägige Konferenz in New York ist als Alternative zu den G-8- und G-20-Gipfeln gedacht und soll auch den Entwicklungsländern eine Plattform zur Mitsprache geben. Die Schweiz nimmt ebenfalls teil. Die Delegation steht unter der Leitung von Martin Dahinden, Direktor des Departements für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza).

(sda)

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