Aktualisiert 26.09.2009 08:47

AtomstreitBan wegen Iran «sehr besorgt»

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vom Iran einen Stopp der Urananreicherung und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch gefordert.

Teheran müsse sich den Resolutionen des UN-Sicherheitsrats beugen, forderte Ban am Freitagabend bei einem Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Er sei angesichts der jüngsten Enthüllung des Baus einer weiteren Anlage zur Urananreicherung «sehr besorgt», sagte Ban.

Der Iran müsse die internationale Gemeinschaft nun überzeugen, dass sein Atomprogramm friedlicher Natur sei. «Die Beweislast liegt beim Iran», sagte Ban. Der Generalsekretär brachte Ahmadinedschad gegenüber auch seine Sorge über die Menschenrechtslage im Iran zum Ausdruck, wie Bans Büro mitteilte.

Zweite Uran-Anlage

Zuvor war bekanntgeworden, dass im Iran eine zweite Anlage zur Urananreicherung existiert, die Teheran bislang verschwiegen hatte. Die Nachricht sorgte am Freitag für einen Paukenschlag auf dem G-20-Gipfel in Pittsburgh. Die USA, Grossbritannien und Frankreich und Deutschland reagierten empört. Ahmadinedschad wies jedoch alle Vorwürfe zurück. Sein Land habe beim Bau der zweiten Anlage zur Urananreicherung die Regeln der IAEA nicht, sondern die Organisation dem Regelwerk entsprechend informiert. Die IAEA hat jedoch erklärt, sie hätte bereits bei der Planung der Atomanlage in Kenntnis gesetzt werden müssen. (dapd)

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