Aktualisiert 01.06.2010 19:55

BernBand empfängt ihre Fans im Übungsraum

Premieren-Gig im Tscharnergut: Zur Einweihung des neuen Übungsraums stellt die Berner Stadtratsband Fraktionszwang ihre neuen Songs vor.

von
Patrick Marbach

«Jede Donschti hocke mir uf üsne Schtüehl. Heis säute luschtig – zeige keni Gfüehl»: Ganz so trist wie im Song «Rathuusrock» gehts im Stadtrat nicht zu. Zumindest unter den neun Hobbyrockern von Fraktionszwang ist die Stimmung prächtig: «Beim Schulhaus Tscharnergut haben wir endlich einen Übungsraum gefunden. Zur Einweihung lassen wir es dort am Freitag krachen», verspricht Bandleader Tinu Schneider (parteilos). «Ich hoffe bloss, dass alle Besucher Platz haben», sagt Schlagzeuger Mario Imhof (FDP). Eigentlich wollte Frak­tionszwang Thomas Begert (BDP) als Neumitglied vorstellen. Doch dem Posaunisten und mutmasslichen Benzindieb ist die Lust auf grosse Töne vergangen. Auch Reto Nause (CVP) ist ausgestiegen, nachdem er als Bandmanager wenig ausrichten konnte.

Dafür kann die Ratskapelle jetzt mit eigenen Songs wie etwa einem Spottlied über einen gescheiterten Wahlkandidaten aufwarten: «D Partei hett gschwore: Du bisch üse Maa! Chum Röschu, itz gang dra! Si Slogan hett viel koschtet, ou es Programm hett är poschtet. Me hett ihm gseit: Mach dir ke Sorge, drmit gwinnsch no vor em Zmorge!» Das Polit-Ensemble harmoniere derart gut, dass es reif für eine CD-Produktion sei, sagt Schneider. Die Talentspäher von drei Plattenfirmen wollen sich an der Einweihung davon überzeugen.

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