Kriminaltouristen: Banden klauen Blumen von Gräbern und verkaufen sie
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KriminaltouristenBanden klauen Blumen von Gräbern und verkaufen sie

In der Innerschweiz haben es Banden aus dem Osten auf Friedhofsblumen abgesehen. Die Diebe versuchen, Leuten auf der Strasse die Blumen anzudrehen.

von
ann
Frische Rosen sind bei den Dieben besonders beliebt. Sie stecken die Blumen in Säckchen und verkaufen sie später für teures Geld.

Frische Rosen sind bei den Dieben besonders beliebt. Sie stecken die Blumen in Säckchen und verkaufen sie später für teures Geld.

Adrian Hauser aus Willisau LU ärgert sich: Vermehrt werden frische Blumen von den Gräbern gestohlen. Dahinter würden organisierte Banden stecken, sagte der Bestatter zum «Blick». Samt Kindern würden diese über die Friedhöfe herfallen und die frischen Blumen, ganz besonders die Rosen, stehlen. Willisau ist bei den Banden offenbar beliebt, weil die Leute hier laut Hauser gern und oft frische Schnittblumen auf die Gräber stellen. Hauser weiss aber auch von Diebstählen im Kanton Schwyz.

Besonders bitter ist laut Hauser, dass die Diebe aus dem Osten die gestohlenen Blumen wenige hundert Meter weiter für teures Geld an der Strasse verkaufen. Dabei gehen die Banden äusserst rücksichtslos vor. «Kaum macht man die Autotür auf, belagern einen die Verkäufer oder drücken einem die Rosen in die Hand, sodass man fast nicht nein sagen kann», so Hauser.

Hauser versucht darum Familien mit Kindern, die auf dem Friedhof herumlungern, wegzuschicken. Den Betroffenen rät er, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Aber: Den Dieben droht nur eine Geldbusse.

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