Bandenkrieg im Gefängnis: 31 Tote
Aktualisiert

Bandenkrieg im Gefängnis: 31 Tote

Bei Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Banden in sieben Gefängnissen Guatemalas sind 31 Häftlinge getötet worden.

Allein 18 Tote gab es im Gefängnis El Hoyon in Escuintla, 50 Kilometer südlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt, wie Provinzgouverneur Luis Munoz sagte. 61 Gefangene und ein Wärter seien verletzt worden. Die Auseinandersetzungen hätten mit der Explosion zweier Granaten begonnen.

In El Hoyon sind 400 mutmassliche Mitglieder krimineller Banden inhaftiert. In zwei weiteren Strafanstalten nahe der Hauptstadt kamen nach Behördenangaben elf Häftlinge ums Leben. In einem vierten Gefängnis starben laut Polizei zwei Sträflinge. Innenminister Carlos Vielmann sagte, Auseinandersetzungen habe es zudem in drei weiteren Gefängnissen gegeben. Die Revolten, die mittlerweile unter Kontrolle gebracht worden seien, seien offenbar koordiniert gewesen.

Die Banden stünden ständig in Kontakt, unter anderem über das Internet und per Mobiltelefon. Besucher hätten Gewehre eingeschmuggelt. Bis die derzeit in Bau befindlichen Hochsicherheitsgefängnisse fertig gestellt seien, werde das Problem weiter bestehen, sagte der Minister.

Staatsanwalt Sergio Morales erklärte, es gebe Hinweise, dass Polizisten Gangmitgliedern dabei geholfen hätten, Waffen nach El Hoyon zu schmuggeln.

(dapd)

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