1:1 im Bruderduell: Bangen um Hakan Yakin

Aktualisiert

1:1 im BruderduellBangen um Hakan Yakin

Der FC Luzern und Thun trennen sich im Spitzenkampf «brüderlich» mit 1:1. Allerdings verletzte sich FCL-Regisseur Hakan Yakan und muss um den Nati-Einsatz fürchten.

von
Andy Huber
Es geht nicht mehr: Gegen Thun zog sich Hakan Yakin vor der Pause eine Oberschenkelblessur zu.

Es geht nicht mehr: Gegen Thun zog sich Hakan Yakin vor der Pause eine Oberschenkelblessur zu.

Nur wenige Zentimeter fehlten und das Duell zwischen Thun-Trainer Murat Yakin und Luzern-Regisseur Hakan hätte mit dem älteren der Brüder doch noch einen Sieger gefunden. Aber der Kopfball von Thun-Verteidiger Klose prallte in der Nachspielzeit ans Lattendreieck. Die Torumrandung verhinderte somit, dass der Haussegen bei den Yakins schief hängt. Denn Mutter Emine, die mit der Verwandtschaft auf der Tribüne sass, hatte sich ein Remis im Hit gewünscht.

Was ihr jedoch nicht gefallen haben dürfte: Die Szene kurz vor Schluss musste Hakan von der Bank aus beobachten. Der FCL-Spielmacher, dessen Corner-Flanke Puljic in der 16. Minute mit einem Kopfball zum 1:0 verwertet hatte, musste kurz vor der Pause vom Platz. «Mich zwickte es im rechten Oberschenkel. Ich hoffe, es ist nichts Gravierendes», sagte Hakan Yakin, der sich heute bei den Nati-Docs einem MRI unterziehen wird. Am Freitag bestreitet die Schweiz den Test gegen Australien und in acht Tagen das EM-Quali-Spiel gegen England.

Wie Hakan schaute auch sein Bruder Murat nach dem Match nicht ganz zufrieden in die Welt – weil sein Team nach dem Ausgleichstor von Proschwitz (74.) dem Sieg näher gestanden hatte als der Leader. «Es wäre mehr drin gelegen, aber diesen Punkt nehmen wir gerne mit», sagte Murat. Und Mutter Emine wird mit dem Resultat sowieso zufrieden sein.

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