Aktualisiert 20.10.2011 15:13

Unaufhaltsames WasserBangkok bereitet sich auf die Katastrophe vor

Nach tagelangem Kampf gegen das Hochwasser ist Bangkok nicht mehr vor den Wassermassen zu retten. Die Hauptstadt könne nicht mehr komplett geschützt werden, sagte Thailands Regierungschefin am Donnerstag.

Die Wassermassen sind wohl nicht mehr aufzuhalten: In Bangkok werden nun alle Schleusen geöffnen, damit das immense Hochwasser aus dem Norden des Landes schneller in Richtung Meer fliessen könne. «Man kann das Wasser nicht ewig blockieren», sagt die thailandische Regierungschefin Yingluck. Bereits stehen erste Vororte der der Zwölf-Millionen-Einwohner-Metropole unter Wasser. Die Behörden unternehmen alles, um die Fluten vom Stadtzentrum fernzuhalten. Laut «Bangkok Post» wird sogar versucht, die Wassermassen in die östlichen Stadtteile zu leiten, um das Herz der Stadt zu verschonen.

Die Bewohner bereiten sich auf die Flut vor: «Bei uns vor dem Haus mauern sie schon den Lifteingang zu», meldet ein Leser-Reporter von 20 Minuten Online. Er habe sich in den letzten Tagen mit aussreichend Vorräten, ein paar Dosen Thunfisch und Wasser, eingedeckt.

Thailand erlebt seit mehr als zwei Monaten die heftigsten Regenfälle und Überschwemmungen seit Jahrzehnten, mehr als 320 Menschen kamen ums Leben. Ganze Landstriche sind überflutet, vor allem im Norden des Landes.

Da die Hauptstadt Bangkok zunächst unbedingt geschützt werden sollte, war dort durch kilometerlange Wälle aus Sandsäcken das Wasser am Abfliessen in Richtung Süden und damit ins Meer gehindert worden.

(sda)

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