Geldautomat : Bank merkte nichts von Manipulation
Aktualisiert

Geldautomat Bank merkte nichts von Manipulation

In einer UBS-Filiale in Luzern ist im April 2011 der Bancomat manipuliert worden. Die Aktion ist aber erst jetzt ans Licht gekommen.

von
Daniela Gigor
Filiale Würzenbachstrasse.

Filiale Würzenbachstrasse.

Eine böse Überraschung hat eine 41-jährige Luzernerin erlebt, als sie am Mittwoch am Bancomaten in der UBS -Filiale an der Würzenbachstrasse Geld abheben wollte. «Die Karte war gesperrt. Eine Kundenberaterin sagte mir dann, dass diese Massnahme wegen Betrugsgefahr ergriffen wurde», erzählt Katrin G.* Als sie aber erfuhr, dass der Automat bereits Ende April 2011 geskimmt worden war, verstand sie die Welt nicht mehr: «Ich wundere mich, dass die UBS die betroffenen Kunden nicht über die Manipulation informierte.»

Die UBS wehrt sich gegen diesen Vorwurf: «Wir haben von der Manipulation des Bancomaten erst am 17. Januar erfahren», sagte Sprecher Samuel Brandner gestern auf Anfrage. Bis anhin seien keine Unregelmässigkeiten auf Konten entdeckt worden. Doch die Frau sei nicht das einzige Opfer. Laut Brandner wurden in der Zwischenzeit alle Betroffenen über die Skimmingattacke informiert. Bei Einhaltung der Sorgfaltspflicht würden die Kunden entschädigt. Nicht betroffen von den Angriffen seien jene Kunden, die im Mai 2011 und später neue Bankkarten erhalten haben.

Obwohl die Bancomaten der UBS heute gegen Skimming geschützt sind, bleibt das Thema laut Brandner aktuell. Er weist ausdrücklich darauf hin, dass die Kunden beim Geldbezug die Tipps der Polizei beachten sollen.

*Name geändert

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