Stellenabbau: Bank Sal. Oppenheim streicht 330 Jobs
Aktualisiert

StellenabbauBank Sal. Oppenheim streicht 330 Jobs

Die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim, die in ihren besten Zeiten mehr als 2000 Mitarbeiter beschäftigte, schrumpft immer mehr.

Die fetten Jahre sind für das Bankhaus vorbei.

Die fetten Jahre sind für das Bankhaus vorbei.

Sal. Oppenheim streicht mehr als ein Drittel der Arbeitsplätze. Insgesamt fallen rund 330 der zuletzt noch 870 Vollzeitstellen weg, wie die Deutsche-Bank-Tochter am Dienstag nach monatelangen Verhandlungen mit dem Betriebsrat mitteilte.

Der Abbau solle sozialverträglich und möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstatten gehen und bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Betroffen seien vor allem Verwaltungs- und IT-Einheiten. Vier Niederlassungen in Deutschland werden geschlossen.

Sal. Oppenheim hatte im November einen Stellenabbau «in signifikantem Umfang» angekündigt, aber noch keine Zahlen genannt. In Finanzkreisen war zeitweise die Rede von bis zu 500 Stellen, die wackeln.

Einst 2000 Mitarbeiter

Die Privatbank, die einst mehr als 2000 Mitarbeiter beschäftigte, gehört seit der Beinahe-Pleite 2009 zur Deutschen Bank und hatte nach mehreren Jahren harter Sanierung zuletzt wieder kleine Gewinne geschrieben. Doch die Kosten sind nach Ansicht der Mutter weiter zu hoch.

Konzernweit wird die Vermögensverwaltung gerade neu aufgestellt und auf Rendite getrimmt. In der neuen Konzernsparte Asset and Wealth Management soll sich Sal. Oppenheim künftig als exklusiver Anbieter auf die reichen Privatkunden fokussieren - aber ohne die Infrastruktur einer Vollbank. (sda)

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