Vor dem Club-Besuch – Bank bezahlt nach Kontoeröffnung Corona-Tests fürs Party-Weekend
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Vor dem Club-Besuch Bank bezahlt nach Kontoeröffnung Corona-Tests fürs Party-Weekend

Für den Ausgang im Club Bellevue in Zürich musst du jetzt nichts mehr fürs Testen zahlen. Eine Smartphone-Bank übernimmt die Kosten, wenn Du bei ihr einen Account einrichtest. Später kommt der Berner Club Du Théâtre dazu.

von
Fabian Pöschl
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Die Smartphone-Bank Yapeal baut Corona-Testcenter vor Clubs auf.

Die Smartphone-Bank Yapeal baut Corona-Testcenter vor Clubs auf.

Yapeal
Seit Donnerstag kannst du dich im Testcenter vor dem Zürcher Club Bellevue gratis testen lassen. 

Seit Donnerstag kannst du dich im Testcenter vor dem Zürcher Club Bellevue gratis testen lassen.

facebook.com/pg/bellevue
Die Gratis-Tests bekommt aber nur, wer einen aktiven Account der Smartphone-Bank hat.

Die Gratis-Tests bekommt aber nur, wer einen aktiven Account der Smartphone-Bank hat.

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Corona-Tests sind seit dieser Woche nicht mehr kostenlos.

  • Eine Digital-Bank bietet seit Donnerstag Gratis-Tests für ihre Nutzerinnen und Nutzer an.

  • Für die Aktion spannt sich die Bank mit dem Club Bellevue in Zürich und dem Club Du Théâtre in Bern zusammen.

Wer in den Club will und nicht geimpft oder genesen ist, kommt nicht um den Covid-Test rum. Seit dieser Woche sind die Tests nicht mehr gratis. Deshalb ist der Ausgang plötzlich um einige Franken teurer. Im Basler Club Balz bekommst du für 15 Franken immerhin zum Corona-Test noch einen Getränke-Bon dazu.

Bei der Smartphone-Bank Yapeal ist der Test aber komplett gratis. Seit Donnerstag übernimmt die Zürcher Firma jeweils an den Wochenenden die Kosten für den Antigentest am Test-Standort beim Club Bellevue in Zürich, wie in einer Mitteilung steht.

Ab 21. Oktober kommt ausserdem das Testcenter im Hauptbahnhof Bern in Zusammenarbeit mit dem Club Du Théâtre dazu. Läuft die Aktion erfolgreich, sind noch weitere Club-Standorte möglich, wie es auf Anfrage heisst.

Jeden Abend von Donnerstag bis Samstag

Die Aktion findet jeweils Donnerstag-, Freitag- und Samstagnacht statt. Anspruch auf die Tests haben aber nicht nur Club-Besucherinnen und -Besucher. Gratis sind sie für jeden, der die Yapeal-App installiert und 24 Stunden vor dem Testen einen aktiven Account hat. Es profitieren also bestehende wie neue Kundinnen und Kunden.

Gratis-Kontoeröffnung

Grundsätzlich ist Yapeal gratis. Das Gratis-Angebot ist aber stark eingeschränkt. Wer etwa Rechnungen mit Yapeal bezahlen möchte, muss eine monatliche Gebühr von mindestens 4.90 Franken in Kauf nehmen. Die Karte kostet sieben Franken, Inland-Geldbezüge kosten zwei Franken (fünf Franken bei Eurobezügen); bei Auslandbezügen beträgt die Gebühr 1,5 Prozent.

Es braucht aber mindestens einen Franken auf dem Konto. Mit diesem bezahlt man das Testzentrum und erhält dafür das Covid-Zertifikat. Das Geld wird noch vor Ort aufs Konto zurückerstattet, versichert Yapeal und begründet den Bezahlvorgang für den Gratistest damit, dass sie so sicherstellen kann, dass es sich um einen Yapeal-Kunden oder eine Yapeal-Kundin handelt.

Aktion läuft mindestens bis 11. November

Mit der Aktion will Yapeal laut Marketingchef Christian Lüscher jungen Kundinnen und Kunden die Möglichkeit geben, für das Zeitfenster bis zu ihrer ersten Impfung weiterhin mit Gratis-Zertifikat ins Wochenende starten zu können. Die Aktion sei begrenzt, weil sie keine Alternative zum Impfen sein solle. Sie läuft aber noch mindestens bis 11. November.

Insgesamt gibts drei Tests pro Kundin oder Kunde über die gesamte Laufzeit der Aktion. Die Kosten dafür lassen sich laut der Firma nicht endgültig definieren. Je nach Anbieter bezahle man unterschiedlich viel pro Test.

Nachhaltiger Erfolg oder nur ein PR-Gag?

Den Ansatz der Aktion findet der Marketing-Experte Felix Murbach spannend. «Diese Kampagne ist zielgruppengerecht und medial sicherlich wirksam, da aktuell alles rund ums Thema Corona viel Aufmerksamkeit bringt», sagt Murbach zu 20 Minuten.

Yapeal spreche mit den Gratis-Tests vor den Clubs genau die junge Zielgruppe der Smartphone-Banken an. Fraglich sei aber, ob es einen nachhaltigen Erfolg bringt. «Wer weiss schon, ob sich die jungen Leute nicht einfach für den Test registrieren und die Dienstleistungen von Yapeal dann nicht mehr nutzen», so Murbach.

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