Nidwalden: Bank wirbt in den Schulen um Neukunden
Aktualisiert

NidwaldenBank wirbt in den Schulen um Neukunden

Die Nidwaldner Kantonalbank berät Schulklassen in Budgetfragen und macht dabei Werbung für ihre Produkte. Dies stösst auf Kritik.

von
Vanessa Naef

Im Rahmen eines Präven­tionsprojekts gibt die Nidwaldner Kantonalbank (NKB) an öffentlichen Schulen in Nidwalden Budgetberatungskurse. Dabei wirbt sie aber auch für ihre Produkte und Dienstleistungen. So würden laut «K-Tipp» etwa Jugendliche eine halbe Stunde lang mit den Vorteilen der NKB-Konten vertraut gemacht.

Dies stösst auch bei Schulleitern auf Kritik: «Aus solchen Kampagnen darf man keinen Profit schlagen», sagt etwa Luzi Berthel, Gesamtschulleiter von Stansstad. Ähnlich sieht das Thomas Ittmann, Schulleiter von Buochs: «Wir sind gegen aggressive Werbung an unserer Schule.» Otto Schlumpf, Präsident des Nidwaldner Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, hätte lieber eine andere Lösung: «Wir würden neutrale Experten begrüssen.»

Das sieht die zuständige Behörde anders: «Weil wir in der Werbung der NKB keine Gefahr sehen, brauchen wir auch keine neutralen Experten», so Andreas Gwerder von der Nidwaldner Bildungsdirektion. Laut der NKB steht die Präventionskampagne im Vordergrund. «Den Lehrern steht es frei, unser Beratungsangebot zu nutzen», so Sprecherin Nicole Hermann.

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