Graz: Bankangestellte zerstückeln Kunden
Aktualisiert

GrazBankangestellte zerstückeln Kunden

Im österreichischen Graz erleichtern zwei Mitarbeiter einer Bank einen Kunden um 80'000 Euro. Doch dann kommt das Opfer den beiden auf die Schliche.

von
kmo
Noch hat die Polizei die Überreste des ermordeten Bankkunden nicht gefunden.

Noch hat die Polizei die Überreste des ermordeten Bankkunden nicht gefunden.

Zwei Bankangestellte sollen in Österreich einen 54-jährigen Kunden getötet haben, um eigene betrügerische Geschäfte zu vertuschen. Die Leiche des Mannes aus Graz sei in einem Container zerstückelt worden, teilte die Landespolizeidirektion am Sonntag mit.

Einer der Verdächtigen im Alter von 29 Jahren hat nach bisherigen Ermittlungen Gelder im Gesamtbetrag von 80'000 Euro von den Konten des – laut «Orf» sehr wohlhabenden – Grazers abgezweigt. Der 23-jährige Kollege habe das mitbekommen und als Mitwisser einen Anteil gewollt.

Polizist zerstückelt Mann – mit Zustimmung

Geistig abnormer Rechtsbrecher

Laut dem österreichischen «Standard» wurde das Opfer wegen seiner «nicht sehr klar wirkenden Persönlichkeit» ausgewählt. Der Frührenter war vor einiger Zeit in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen worden. Das haben die Bankmitarbeiter offenbar gewusst.

Doch dann kam der Betrogene den Mitarbeitern auf die Schliche und stellte sie zur Rede. Diese vertrösteten ihn und heckten einen Mordplan aus. Sie mieteten einen Container, holten den Frührentner zu Hause ab und nahmen ihn in ihrem Auto mit. Unterwegs dürfte einer der beiden Bankangestellten den Kunden mit einer Schnur erdrosselt haben.

Seit 15. Februar vermisst

Im angemieteten Container zerstückelten sie darauf die Leiche, gossen die Überreste in Beton ein und entsorgten diese. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft weiss die Polizei «ungefähr», wo die Leichenteile sind. Aus ermittlungstechnischen Gründen werde man die Suche aber erst später aufnehmen.

Der Ermordete war am 15. Februar von einer Bekannten als vermisst gemeldet worden, worauf die Polizei mit ihren Ermittlungen begann. Aufgrund Unregelmässigkeiten auf seinen Konten und den Auswertungen der Telefondaten des 54-Jährigen kamen sie den beiden Angestellten auf die Spur. (kmo/sda)

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