Bankenkommission: Kritik an Raiffeisen
Aktualisiert

Bankenkommission: Kritik an Raiffeisen

Der Jahresbericht der Eidgenössischen Bankenkommission EBK kritisiert die Raiffeisenbanken: Das Geldinstitut nehme es mit der Sorgfaltspflicht zu wenig ernst.

Die EBK geht mit dem Verband der Raiffeisenbanken hart ins Gericht: Bei mehreren Niederlassungen seien organisatorische Schwachstellen und mangelnde Fachkompetenz im Bereich der Geldwäschereiprävention festgestellt worden. Übersetzt heisst das: Wer Schwarzgeld waschen wollte, konnte dies 2003 am einfachsten bei Raiffeisen tun.

Die EBK zitierte eine Delegation des Kleinbanken-Verbandes zu sich, um die Lösung dieses Problems zu besprechen. Mehr als eine Ermahnung der Unternehmensspitze, die Niederlassungen besser zu schulen, sprach die EBK aber nicht aus. Die Experten erwähnten den Betrugsfall in der Raiffeisenbank Balerna: Ein Kassier vernichtete mit Devisen- und Edelmetallgeschäften 97 Millionen Franken bankeigene Gelder. Weiter reichte die EBK im Fall Hilti vier Strafanzeigen ein, beim Insiderfall Hero führten Untersuchungen der EBK 2003 zu mehreren Verurteilungen.

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