Betrugsverdacht: Banker erhält Asyl in Grossbritannien
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BetrugsverdachtBanker erhält Asyl in Grossbritannien

Der russische Banker Andrei Borodin konnte die britischen Behörden davon überzeugen, dass er in Russland politisch verfolgt wird. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit der Rettung der Bank of Moscow.

Der unter Betrugsverdacht stehende russische Banker Andrei Borodin hat Asyl in Grossbritannien erhalten. Der frühere Chef der Bank of Moscow erklärte am Freitag im Gespräch mit russischen Medien, er habe die britischen Behörden davon überzeugt, dass die russischen Betrugsvorwürfe politisch motiviert seien. Die britische Einwanderungsbehörde wollte keinen Kommentar zu dem Fall abgeben.

Borodin war 2011 nach London geflohen. Die Vorwürfe gegen ihn stehen im Zusammenhang mit einer 14 Milliarden Dollar (10,7 Milliarden Euro) teuren Rettung der Bank of Moscow, die von der staatlichen Bank VTB übernommen worden war. Die britischen Behörden hatten Borodin und seinem Stellvertreter im Mai vergangenen Jahres zunächst politisches Asyl versagt. Doch hatte er die Entscheidung angefochten.

Russland hatte im August über Interpol seine Auslieferung beantragt. Am Freitag bekräftigten die russischen Behörden den Anspruch. Natalia Timakowa, Sprecherin des russischen Präsidenten Dimitri Medwedew, sagte, britische Asylverfahren stützten sich lediglich darauf, dass die Antragsteller «so laut wie möglich» ihre politische Verfolgung behaupten. (sda)

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