Aktualisiert 01.04.2020 08:09

Bäch SZ

Banker fälscht Hilferuf und schiesst auf Beamte

In der Nacht auf Montag erhielt die Polizei in Bäch den Notruf eines 40-Jährigen, der danach auf sie schoss. Beim Täter handelt es sich um einen hochrangigen Banker. Nachbarn sind schockiert.

von
jil
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In der Nacht auf Montag ging bei der Kantonspolizei Schwyz ein Notruf ein.

In der Nacht auf Montag ging bei der Kantonspolizei Schwyz ein Notruf ein.

Keystone/Keystone
Beim Eintreffen der Patrouille schoss der Hilferufer aus seinem Fenster auf die Beamten.

Beim Eintreffen der Patrouille schoss der Hilferufer aus seinem Fenster auf die Beamten.

Keystone/Keystone
Verletzt wurde beim Vorfall an der Seestrasse in Bäch niemand.

Verletzt wurde beim Vorfall an der Seestrasse in Bäch niemand.

Google Streetview

Der Notruf bei der Kantonspolizei Schwyz ging kurz nach 1 Uhr in der Nacht auf Montag ein. Der Melder, ein 40-jähriger Schweizer, gab an, dass er Hilfe brauche und feuerte dann mehrere Schüsse in Richtung des Polizeiautos ab, als dieses eintraf. Später konnte er festgenommen werden, verletzt wurde niemand.

Wie TeleZüri berichtet, handelt es sich bei dem 40-Jährigen um einen hochrangigen Banker. Jahrelang hat er auf dem Bankenplatz Zürich Milliardenvermögen verwaltet. Nun habe er sich jedoch selbständig machen wollen. Das Motiv für sein Handeln ist unklar. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

Fünf Schüsse

Die Schüsse blieben in der Nachbarschaft nicht unbemerkt. «Ich hörte einige schnelle Schüsse nacheinander. Nach zehn Minuten kam noch ein Schuss und dann war es ruhig», erzählt ein Anwohner gegenüber TeleZüri.

Der Schütze feuerte insgesamt rund fünf Schüsse ab. Diese stammen aus einem Gewehr, wie ein Experte bestätigte. Die Einschusslöcher am Boden sind deutlich zu sehen.

Der Schock in der Nachbarschaft ist gross. «Man kriegt natürlich etwas Angst, wenn man sowas hört. Wenn ich mit meinem Hund raus gehe, ist meine Tochter alleine in der Wohnung», so Nachbarin Gerda Höfliger.

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