25.06.2020 09:45

Weniger Lohn

Banker müssen wegen Corona-Krise auf Bonus verzichten

Die Schweizer Bankbranche muss Federn lassen: 80 Prozent der Banker werden wegen der Corona-Krise einen tieferen oder gar keinen Bonus erhalten.

von
Barbara Scherer
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Die Corona-Krise setzt der Schweizer Bankbranche zu.

Die Corona-Krise setzt der Schweizer Bankbranche zu.

KEYSTONE
Die Mehrheit der Bankangestellten erhält dieses Jahr weniger oder gar keinen Bonus.

Die Mehrheit der Bankangestellten erhält dieses Jahr weniger oder gar keinen Bonus.

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Mehr als die Hälfte der Bankangestellten geht auch davon aus, dass es in fünf Jahren weniger Stellen in der Bankbranche geben wird.

Mehr als die Hälfte der Bankangestellten geht auch davon aus, dass es in fünf Jahren weniger Stellen in der Bankbranche geben wird.

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Darum gehts

  • 80 Prozent der Schweizer Bankangestellten müssen dieses Jahr mit weniger oder keinem Bonus rechnen.
  • Schuld daran ist die Corona-Krise.
  • Der Lohn könnte ebenfalls sinken.
  • Trotzdem bewerten viele Banker ihre Berufsaussichten als gut.

Fast die Hälfte der Schweizer Bankangestellten arbeitet zurzeit von zu Hause aus. Auf die Rückkehr ins Büro freuen sich wohl die wenigsten: Denn 80 Prozent der Banker rechnen wegen der Corona-Krise mit einem tieferen oder gar keinem Bonus. Das zeigt eine Umfrage des Branchenportals Finews.ch.

Mehr als die Hälfte der Bankangestellten geht auch davon aus, dass es in fünf Jahren weniger Stellen in der Bankbranche geben wird. Auch rechnen viele Banker damit, dass die Löhne in Zukunft sinken werden. Trotz den düsteren Aussichten bewerten über 50 Prozent die Berufsaussichten in der Schweizer Bankbranche als gut.

Banker setzen jetzt auf Weiterbildungen

Im Homeoffice setzen darum viele Bankangestellte auf Weiterbildungen: Drei Viertel der Schweizer Banker wollen künftig Online-Lehrgänge absolvieren. Gefragt sind besonders Ausbildungen in den Bereichen Informatik und Altersvorsorge.

Die besten Karrierechancen sieht die Mehrheit der Befragten im IT-Breich. In den Bereichen Investment- und Retailbanking sowie im Backoffice schätzen rund die Hälfte der Bankangestellten die Berufschancen als gering ein.

Über 1100 Banker befragt

1180 Personen wurden für die 9. Online-Befragung zu den Berufsaussichten in der Schweizer Finanzbranche befragt. Die repräsentative Erhebung führte das Branchenportal Finews.ch in Zusammenarbeit mit der Schweizer Kommunikationsagentur Communicators sowie dem Swiss Finance Institute (SFI) durch.

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24 Kommentare
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Haudensack

26.06.2020, 15:12

Wenn die Herren in der obersten Etagen ebenfalls auf ihre Boni verzichten, können das die Angestellten auch, sonst ist dieser Deal nicht ehrlich, sondern gemein.

123

26.06.2020, 08:55

Die einzigen die etwas mehr verdienen sollten sind die, die Leben retten! Alle andern sollten gleichviel bekommen. Ob auf der Bank oder als Putzfrau, es kann nicht sein, dass die unterschiede SO RIESIG sind! Dafür gibts keinen gerechtfertigten Grund.

Vorgesetzter

26.06.2020, 08:20

Am ehesten wird es die Angestellten im Backoffice betreffen. Wir aber im mittleren oder oberen Kader haben eher weniger zu befürchten. Da ja der Bonus mit der jährliche Quali gekoppelt ist, werden wir als Vorgesetze bei dieser schon schauen, das sich der Bonusanspruch unter dem magischen Notenstrich in der Quali Bewertung befindet. Das ist nichts Neues, das was schon in den vergangenen Jahren so. Dazu kommt dann noch eine Vorgabe von oben an die Vorgesetzen die vorgibt, dass 2 oder 3 Angestellte keinen Bonus erhalten sollen.