Aktualisiert 27.10.2015 07:19

Zürcher Langstrassen-Quartier

Banker statt Dirnen – Milieu-Hotel vor Sanierung

Nepalesische Investoren haben das Hotel Regina im Zürcher Bermuda-Dreieck gekauft. Sie planen eine Sanierung und wollen danach Businessleute statt Prostituierte einquartieren.

von
20M

Das Zürcher Bermuda-Dreieck soll im April 2017 einen weiteren Eckpfeiler verlieren. Nachdem im Sommer bereits die Milieu-Beiz Sonne dichtmachte, folgt ihr nun offenbar auch das Hotel Regina nebenan. Pächter beider Lokale: Alain Pasche. Seine GmbH ging im Juli Konkurs.

Die Regina-Eigentümer suchten seither im Internet nach einem neuen Betreiber – und haben diesen gefunden, wie die NZZ am Dienstag unter Berufung auf verschiedene Quellen schreibt. Demnach heisst der künftige Pächter Himalaya Hotel GmbH. Dahinter steckt eine nepalesische Investorengruppe, die weltweit bereits mehrere Hotels betreibt.

Rund 70 Zimmer

Gemäss dem Bericht soll aus dem Regina ein Business-Hotel werden. Geplant ist eine Sanierung und Aufstockung des Gebäudes mit den rund 70 Zimmern. Genaueres ist nicht zu erfahren. Die Liegenschaftsbesitzer bestätigten der NZZ lediglich, dass man einen neuen Betreiber gefunden habe.

Das Hotel Regina gehörte wie die Sonne lange Zeit dem Zürcher Milieu-König Hans Peter Brunner. Dieser erschoss sich im Mai 2005 – am gleichen Tag, an dem er sich wegen Vermögensdelikten hätte vor Gericht verantworten müssen.

Unklar ist derzeit auch, wie es mit der Sonne weitergeht. Gegenüber 20 Minuten sagte der Eigentümer in den vergangenen Monaten mehrmals, das Interesse sei gross. Bislang wurde jedoch anscheinend kein neuer Pächter gefunden. Das Lokal ist nach wie vor geschlossen.

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