Steuerdeal sistiert: Banker zeigen Verständnis für Nationalrat
Aktualisiert

Steuerdeal sistiertBanker zeigen Verständnis für Nationalrat

Es sei verständlich, dass das Parlament mehr Informationen zum US-Steuerdeal verlange. Für die Treuhänder hat der Nationalrat «weisen Entscheid» gefällt.

Banker haben Verständnis für den Parlamentsentscheid.

Banker haben Verständnis für den Parlamentsentscheid.

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) hat geteilt auf die Sistierung des Steuerstreit-Gesetzes reagiert. Einerseits sei es verständlich, dass das Parlament mehr Informationen zum ausgehandelten Programm verlange. Andererseits sei ein Bundesgesetz die beste Lösung für die Banken, sagte Mediensprecherin Cindy Schmiegel auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

In einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» vom vergangenen Samstag hatte SBVg-CEO Claude-Alain Margelisch erklärt, dass die Bankiers den Gesetzesvorschlag unterstütze, «da damit die Bankmitarbeiter besser geschützt sind und die Banken überhaupt erst die Möglichkeit erhalten, am US-Programm zu partizipieren». Nur so könne wieder Rechtssicherheit hergestellt werden.

Treuhänder: «Weiser Entscheid»

Dass die Beratungen zum Gesetz ausgesetzt werden, halten die Treuhänder für einen «weisen Entscheid». Wie der Branchenverband Treuhand Suisse mitteilte, soll die «Lex USA» so lange auf Eis gelegt werden, bis dem Parlament der Inhalt des Programms und die damit verbundenen Verpflichtungen bekannt gegeben werden.

«Das vom Bundesrat anvisierte Schnellverfahren ist staatspolitisch bedenklich», schrieb der Verband. Viel bedenklicher, wenn nicht gar abstrus, sei aber ein forcierter Entscheid des Parlaments ohne die Bekanntgabe von Details. «Der Entscheid des Nationalrates ist ein erster Schritt in die richtige Richtung», liess sich Direktor Patrik Kneubühl im Communiqué zitieren.

Raoul Egli, Zentralpräsident von Treuhand Suisse, hatte vergangene Woche kritisiert, dass die Treuhänder überhaupt von dem Gesetz erfasst werden. «Die Schweizer Treuhänder sind als KMU-Berater primär in der Schweiz tätig», betonte er. Egli hofft, dass das Gesetz so abgeändert wird, dass die nötigen Abgrenzungen gemacht werden können. (sda)

Deine Meinung