Dreist: Banker zockte 1,5 Millionen Franken ab
Aktualisiert

DreistBanker zockte 1,5 Millionen Franken ab

Das Bezirksgericht Zürich hat einen ehemaligen Direktor der Dresdner Bank (Schweiz) wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der nicht geständige Mann hatte 1,5 Millionen Franken ergaunert.

Der 42-Jährige hatte zwischen Dezember 2004 und Juni 2006 bei elf Kommissionszahlungen rund 1,5 Millionen Franken abgezweigt. Er wies allerdings alles von sich und verlangte einen Freispruch.

Die Staatsanwaltschaft forderte hingegen einen Schuldspruch sowie eine Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu 1500 Franken sowie 10'000 Franken Busse. Allerdings sollte die Geldstrafe von insgesamt 540'000 Franken bedingt festgelegt werden.

Erhebliches Verschulden

Das Gericht kam zu einem umfassenden Schuldspruch und verdoppelte die Sanktion aufgrund des schweren Verschuldens auf zwei Jahre bedingt. Der Gerichtspräsident lastete dem Angeklagten ein rein egoistisches Tatmotiv und einen hohen Deliktsbetrag an.

Der Stadtzürcher habe im Jahre 2006 neben einem jährlichen Einkommen von 240'000 Franken einen Bonus von 816'000 Franken bezogen, rief der Gerichtspräsident in Erinnerung. Damit habe der Angeschuldigte soviel verdient, wie drei Bundesräte.

(sda)

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