Neue Porno-Doku: Bar jeglicher Schlüpfrigkeit: «9to5»
Aktualisiert

Neue Porno-DokuBar jeglicher Schlüpfrigkeit: «9to5»

Der Film «9to5 Days in Porn» zeigt, wie aus unbekannten Starlets Weltstars werden. Und wie Pornogrössen zu menschlichen Wracks abstürzen.

von
tom

Jens Hoffmans filmisches Porträt über die Pornoindustrie wurde von Montreal bis Miami auf Filmfestivals gefeiert. Zudem erhielt Hoffmann eine Nominierung für den diesjährigen Deutschen Kamerapreis. Dabei passt «9to5» so gar nicht in das Raster der Filme, die normalerweise an Filmfestivals gefeiert werden. Regisseur Jens Hoffmann porträtiert schonungslos, aber fern von jeglicher Schlüpfrigkeit, Menschen aus der Porno-Industrie. Er widmet sich der Thematik ausgewogen, anspruchsvoll und niemals ausbeuterisch. Fünf Jahre lang arbeitete er an dem Opus, jetzt erntet er die Früchte.

Misstrauische Protagonisten

Zu Beginn seines Filmprojekts traf Hoffmann in Las Vegas Mark Spiegler, den Porno-Patron von Amerika. Dem gefiel, dass Hoffmann sich ernsthaft mit der Szene auseinandersetzen wollte. Er vermittelte dem deutschen Regisseur Kontakte zu namhaften Erotik-Stars wie Belladonna oder Otto Bauer.

Doch das machte die Arbeit im ersten Moment nicht einfacher: «Zuerst waren die Darsteller sehr misstrauisch», so der Regisseur. Der Grund dafür war simpe: «Sie alle hatten schlechte Erfahrungen mit Fernsehsendern gemacht, waren in Beiträgen unaufrichtig porträtiert worden.»

Doch Hoffmann und seiner Frau, Cleonice Comino, gelang es, das Vertrauen der Porno-Darsteller zu gewinnen, indem sie über Monate immer wieder in die USA reisten und bei den Porno-Profis wohnten. Das Ergebnis ist eine eindrückliche Dokumentation, die Einblicke in eine Industrie gestattet, wie man sie noch nie gesehen hat.

In Deutschland startet der Film am 2. Juli in den Kinos.

«9to5 Days in Porn»$$VIDEO$$(Quelle: 9to5-themovie.com)

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