Barbara Haering verlässt die Bundespolitik

Aktualisiert

Barbara Haering verlässt die Bundespolitik

Nach 17 Jahren in der Bundespolitik verzichtet die Zürcher SP-Nationalrätin Barbara Haering im kommenden Herbst auf eine weitere Kandidatur.

Die 53-jährige Umwelt-, Forschungs- und Bildungspolitikerin ist die amtsälteste der Zürcher SP-Nationalratsdelegation. Haering hat gemäss einer Mitteilung vom Freitag ihren Verzicht auf eine Wiederkandidatur in den letzten Tagen der SP bekanntgegeben. Sie freue sich «nach 17 Jahren intensiver Arbeit im Nationalrat» ab Herbst ihre «übrigen beruflichen und politischen Projekte weiterzuführen».

Haering war im Februar 1990 für Doris Morf in den Nationalrat nachgerückt. Bei vier Gesamterneuerungswahlen wurde sie in der Folge bestätigt. Zuvor hatte die in Kanada geborene promovierte ETH- Absoventin in Naturwissenschaften und Raumplanung von 1979 bis 1983 auch dem Zürcher Kantonsrat angehört.

1997/98 war Haering Generalsekretärin der SP Schweiz. Wegen unüberwindbarer Differenzen mit Parteipräsidentin Ursula Koch zog sich Haering aber frühzeitig zurück. Im Parlament bekleidete die amtsälteste der 10-köpfigen Zürcher SP-Delegation (darunter acht Frauen) präsidierte zwei Kommissionen.

Bildungs- und Sicherheitspolitik

Zurzeit ist sie noch Präsidentin der sicherheitspolitischen Kommission, 1994/95 präsidierte sie die Kommission «Wissenschaft, Bildung, Kultur». In den letzten Jahren widmete sich Haering vor allem auch der internationalen Sicherheitspolitik. Bei den US- Wahlen 2004 leitete sie das Team der OSZE-Wahlbeobachtung.

Beruflich steht die in Zürich wohnende Politikerin dem Planungs- und Beratungsbüro econcept vor. Sie sitzt ferner in mehreren Schweizer Hochschulgremien, unter anderem im Zürcher Universitätsrat und im Vorstand des geplanten ETH-Campus «Science City». (dapd)

Deine Meinung