Zauber in der CL: Barça schoss ein Traumtor mehr
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Zauber in der CLBarça schoss ein Traumtor mehr

In der Champions League wird auf der ganz grossen Bühne gezaubert. Das Spiel zwischen Milan und Barça war jedoch ein einziger Schlagabtausch von «Golden Goals».

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Milan - Barça: Traumtore in der Königsklasse (Quelle: YouTube)

Es war das Endspiel um den Sieg in der Gruppe H. Der Gewinner kann einem dicken Brocken im Achtelfinale aus dem Weg gehen. Mit Milan und Barcelona duellierten sich dabei zwei der besten Teams der Welt und so viel kann gesagt werden: Die Partie hielt, was sie versprach.

Es war erste Mal, dass Zlatan Ibrahimovic gegen seinen Ex-Klub spielte (im Hinspiel fehlte der Schwede verletzungsbedingt). Ibrahimovic war nur ein Jahr beim FC Barcelona (2009-2010) unter Vertrag. Vom Klubpräsidenten wurde er als «die schlechteste Investition der Vereinsgeschichte» bezeichnet. Der Stürmer war entsprechend motiviert, seinem alten Club eins auszuwischen – und traf in der 20. Spielminute nach einem genialen Zuspiel vom Altmeister Clarence Seedorf. Ibrahimovics Treffer war der verdiente Augleich in einer packenden Begegnung. Barcelona war zuvor durch ein Eigentor von Milans van Bommel in der 14. Minute mit 1:0 in Führung gegangen.

Boateng hat auch Gefühl in seinem Fuss

Das sehenswerte Tor des Schweden brachte den nötigen Pfeffer in die Partie. Die 80 000 Zuschauer im San Siro kamen danach voll auf ihre Kosten. Barça ging durch einen nicht ganz unumstrittenen Foulelfmeter durch Superstar Lionel Messi mit 2:1 in Führung. Die Italiener gaben aber zu keiner Zeit auf und kamen gegen das beste Team der Welt wieder zum Ausgleich. Milans schillernster Kicker, Kevin Prince Boateng, zeigte einmal mehr, dass er ein Ballkünstler ist.

Boateng-Hammer unter die Latte

Der deutsch-ghanaische Doppelbürger war am Mittwochabend nicht nur der Prinz, sondern der König: Es lief die 54. Minute. Barça hatte eben einen Milan-Angriff abgewehrt, als Boateng im Strafraum der Spanier der Ball vor die Füsse flog. Boateng nahm den Ball mit rechts an, tunnelte seinen Gegenspieler ebenfalls mit rechts, lief rechts an ihm vorbei, um anschliessend mit rechts aufs Tor zu schiessen. Der Angreifer erwischte Victor Valdés in der nahen rechten Ecke – wie konnte es auch anders sein. Eine atemberaubende Einzelleistung.

«BOA-BOA-TENG-TENG-TENG»

Messi legte noch einen drauf

Damit nicht genug, es folgte ein weiteres Weltklasse-Tor. Der amtierende CL-Sieger Barcelona reagierte standesgemäss auf den erneuten Ausgleich. Der argentinische Zauberfloh machte seinem Namen alle Ehre und bediente Mittelfeldregisseur Xavi Hernandez mustergültig. Dieser lief ungebremst in den Strafraum der Italiener und nahm den Traumpass dankend an. So blieb Barça Milan ein Traumtor voraus.

Auch bei Arsenal-Dortmund wurde gezaubert

Ein weiterer Knaller ereignete sich im Emirates-Stadion in London. Die 1:0-Führung in der 49. Minute erzielte Arsenals Torjäger vom Dienst: Robin van Persie. Der Treffer gehörte aber eigentlich dem Kameruner Alexandre Song. Das 24-jährige Mittelfeld-Ass hatte sage und schreibe fünf Dortmunder ausgedribbelt - manche sogar zweimal-, ehe er den späteren Torschützen uneigennützig in Szene gesetzt hatte. Dieser traf per Kopf zum 1:0 für Arsenal (Schlusstand: 2:1).

Alexandre Song bediente Robin van Persie mustergültig (Quelle: YouTube).

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