Aktualisiert 26.03.2020 15:10

Folgen des Coronavirus1210 Euro Monatslohn für Lionel Messi?

Immer mehr Fussballer verzichten in der Corona-Krise auf ihr Gehalt, um ihren Vereinen zu helfen. Beim FC Barcelona gibt es noch viele Fragen zu klären.

von
nih/tmü
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Die Spieler des FC Barcelona diskutieren mit den Verantwortlichen über eine Lohn-Reduktion. Einen ersten Vorschlag haben sie abgelehnt. Dass eine Reduktion aber notwendig ist, darüber sind sich die Parteien einig.

Die Spieler des FC Barcelona diskutieren mit den Verantwortlichen über eine Lohn-Reduktion. Einen ersten Vorschlag haben sie abgelehnt. Dass eine Reduktion aber notwendig ist, darüber sind sich die Parteien einig.

Keystone/AP
Die Gladbacher waren die ersten, die sich für einen Gehaltsverzicht entschieden haben. Insgesamt sollen so im Monat eine Million Euro eingespart werden, die für andere Zwecke verwendet werden können.

Die Gladbacher waren die ersten, die sich für einen Gehaltsverzicht entschieden haben. Insgesamt sollen so im Monat eine Million Euro eingespart werden, die für andere Zwecke verwendet werden können.

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Auch die Spieler von Bayer Leverkusen haben bereits angekündigt, dass sie auf Lohn verzichten wollen.

Auch die Spieler von Bayer Leverkusen haben bereits angekündigt, dass sie auf Lohn verzichten wollen.

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Die Bayern-Spieler machen es, die Gladbacher, die Dortmunder. Auch die Spieler von Olympique Lyon verzichten auf einen Teil. Selbst die Grossverdiener von Paris St. Germain diskutieren mit den Club-Verantwortlichen über eine Reduktion. Von was die Rede ist?

Die Rede ist von Geld, genauer gesagt, geht es um den Lohn. Auf diesen (oder zumindest auf einen Teil) verzichten derzeit nämlich viele Fussballer. Dies, um ihren Vereinen in finanziell schweren Zeiten entgegenzukommen. Auch beim FC Barcelona diskutieren die Spieler mit den Verantwortlichen. Dass es Lohn-Kürzungen geben soll, darüber sind sich die Parteien einig. Wie hoch die Kürzungen jedoch sein sollen, ist noch unklar.

Am Mittwochabend diskutieren Spieler und Vorstandsmitglieder beim FC Barcelona erneut mögliche Bedingungen, wie das Modell beim katalanischen Fussballclub realistisch umgesetzt werden kann. Viele Fragen sind weiterhin offen. Bereits zuvor lehnte ein Grossteil der Barça-Spieler eine Lohnreduktion von 70 Prozent ab.

Messi spendete 1 Million Euro

Schon aus rein arbeitsrechtlicher Sicht ist die Sache äusserst kompliziert. Wird in Spanien Kurzarbeit angemeldet, können die Verträge der Angestellten kurzfristig aufgehoben werden. So schreibt es die «Süddeutsche Zeitung» unter Berufung des Arbeitsrechtsspezialisten Jesús Cruz. Der Lohn eines Spielers könnte sich in Extremfällen sogar auf das Arbeitslosengeld des Staates belaufen, für das es eine Obergrenze gibt: 981 Euro pro Person. Arbeitnehmer mit drei Kindern, so wie Superstar Lionel Messi, kämen auf 1210 Euro im Monat. Normalerweise hat der Argentinier einen Jahresverdienst von 40 Millionen Euro. Dass sich die Barcelona-Spieler auf dieses Theater einlassen, ist zu bezweifeln.

Neben dem ganzen Lohn-Wirrwarr handeln die Fussballprofis im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Coronavirus sowieso seit Tagen auch auf eigene Faust. Lionel Messi zum Beispiel spendete bereits eine Million Euro. «Diese Spende wird unter anderem für die Forschung und den Erwerb von Beatmungsgeräten zur Versorgung schwerkranker Patienten verwendet», teilte er mit.

Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier:

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