Karten-Panne bei Coop: «Bargeld ist mühsam und stinkt»

Aktualisiert

Karten-Panne bei Coop«Bargeld ist mühsam und stinkt»

Dass bei dem Detailhändler heute nur mit Bargeld gezahlt werden konnte, lässt viele Leser*innen der Community nachdenklich zurück. Die meisten sind sich jedoch einig.

von
Deborah Gonzalez
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Bei Coop konnte man nur noch bar bezahlen – das fanden einige Leser*innen nicht gut.

Bei Coop konnte man nur noch bar bezahlen – das fanden einige Leser*innen nicht gut.

20 Minuten
Ein Grossteil der 20-Minuten-Community weiss aber: «Es ist wichtig, immer Bargeld dabei zu haben.»

Ein Grossteil der 20-Minuten-Community weiss aber: «Es ist wichtig, immer Bargeld dabei zu haben.»

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Andere schreiben: «Ohne Kartenzahlung bin ich aufgeschmissen!»

Andere schreiben: «Ohne Kartenzahlung bin ich aufgeschmissen!»

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Darum gehts

Spätestens seit der Pandemie werden ein Grossteil der Einkäufe bargeldlos bezahlt. Manche Detailhändler bieten sogar Self-Service-Checkout an, bei dem nur mit Karte bezahlt werden kann. Umso grösser der Schock der Kund*innen, als sie heute ihren Einkauf wie gewohnt mit Karte oder Twint zahlen wollten. Wegen einer technischen Störung war das heute in allen Coop-Filialen der Schweiz nicht möglich, wie Coop-Sprecherin Rebecca Veiga auf Anfrage bestätigt. 

Der Grossteil der 20-Minuten-Community ist sich einig und schreibt: «Nur Bares ist Wahres.» Nur wenige wollen davon nichts wissen.

«Ich wäre aufgeschmissen»

Nala_Felia etwa schreibt, dass sie in so einer Situation aufgeschmissen sei: «Ich habe praktisch nie Bargeld dabei, da ich es als lästig und unkompakt empfinde.» Die Meinung teilt auch Leserin Vany1: «Ich habe immer nur mein Handy dabei, um zu bezahlen. Bargeld ist mühsam und im schlimmsten Fall stinkt es auch noch.»

Schaut man aber auf die Kommentare der Community, gehören die beiden Leserinnen zu einer Minderheit. FrancoSantoro schreibt: «Vielleicht wird das den ganzen Bargeldlos-Befürwortern mal eine Lehre sein …» Walterli10 geht weiter und meint: «Es sollte viel mehr solche Störungen geben. Dann lernen die Menschen wieder, etwas Bargeld im Sack zu haben!»

Wie bezahlst du deinen Einkauf?

Auch abcschütze ist der Meinung, dass man das Abschaffen des Bargelds nochmals überdenken solle. Pelz02 sagt: «Und der Staat möchte alles digital? Sei es mit ID bis hin zu bargeldlos … Alles mit Karte bezahlen? Nein danke!»

«Krypto wäre eine Lösung»

Scampolo70 meidet Läden wie Coop und Migros aus einem bestimmten Grund: «In den Läden steht an den Kassen: «Bitte bezahlen Sie mit Karte!» Und Kassierer*innen bauen sie auch überall ab. Genau deswegen gehe ich schon länger nur noch in Märkte oder Dorfläden mit Kassierer*innen, wo Bares noch willkommen ist.»

Leser Metaverse fordert: «Akzeptiert Krypto. Da passiert sowas nicht.» Ähnlich sieht es stacksats: «Bitcoin löst dieses Problem, 13 Jahre ohne Ausfall. Da könnten sich alle Banken und alle Zahlungsanbieter eine Scheibe abschneiden.»

Einige Leser*innen haben eine Theorie. Roshe etwa schreibt: «Da wird wohl für den Stromausfall geübt.» Miggi07 spricht von einem «kleinen Vorgeschmack» auf das, was uns bevorstehe, wenn die Energiekrise im Winter einschlage. Auch individuum schreibt, dass dies sicher nicht zum letzten Mal passiere: «Wir befinden uns in einer Energiekrise und jede Transaktion braucht Strom …» AndreaHofer: «Man sollte eigentlich immer genug Bargeld bei sich haben, für genau solche Fälle. Ich denke, das wird immer öfter geschehen.»

«Es können nur beide Systeme parallel betrieben werden»

Online_7_24 fasst genau das auch zusammen: «Man sollte zukünftig weiterhin beides anbieten: Barzahlung und Kartenzahlung. So lange man mit der Karte zahlen kann, sollte man sie auch nutzen, weil es für die Händler mehr Sicherheit bietet.»

Aber: «Die Karten-Lobby sollte endlich damit aufhören, das Bargeld zu verteufeln. Gerade in solchen Situationen, wo nicht elektronisch bezahlt werden kann, bleibt gar keine andere Möglichkeit, als bar zu bezahlen.» Hier gebe es kein Entweder-Oder: «Es können nur beide Systeme parallel betrieben werden und müssen dauerhaft für die Zukunft angelegt sein.» 

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