Barnetta warnt vor zu grosser Euphorie
Aktualisiert

Barnetta warnt vor zu grosser Euphorie

Doppeltorschütze Tranquillo Barnetta sieht die Schweiz nach dem 2:1-Sieg gegen Holland noch nicht als euro-tauglich an. Vor allem das schnelle Gegentor nach dem 2:0 habe Konzentrationsschwächen gezeigt.

Der 22-jährige Barnetta verlor auch in der allgemeinen Jubelstimmung die Bodenhaftung nicht: «Nur weil wir jetzt einmal gegen einen Grossen gewonnen haben, dürfen wir nicht glauben, wir wären die Grössten.»

Indes gestand auch der Leverkusen-Söldner, dass vieles gut war. «Wir konnten uns im Vergleich zum Spiel gegen Argentinien nochmals steigern. Vor allem in der Defensive ist uns das gelungen.» Das ist gegen Stars wie Van Nistelrooy oder Van Persie keine Selbstverständlichkeit. «Aber wenn sie einen ausgedribbelt hatten, stand immer schon der nächste von uns da. So machten wir es den Holländern sehr schwer. Auf dieser gegenseitigen Unterstützung müssen wir aufbauen.» Die problemlose Integration von Gelson Fernandes oder Nkufo war für Barnetta keine Überraschung. «Das war schon immer eine Stärke dieser Mannschaft.»

Dennoch sieht Barnetta das Team für die Euro noch nicht bereit. «Im Angriff hatten wir zu viele leichtfertige Ballverluste.» Auch das schnelle Gegentor nach dem 2:0 war ein Negativpunkt: «In der Euphorie hat man oft kurze Konzentrationsschwächen. Doch das hätte nie passieren dürfen.» Positiv wertete Barnetta dafür wiederum, dass sich das Team umgehend wieder gefangen habe.

Peter Berger

Deine Meinung