Freies Training zum GP Monaco: Barrichello stellt WM-Leader in den Schatten
Aktualisiert

Freies Training zum GP MonacoBarrichello stellt WM-Leader in den Schatten

Beim GP von Spanien in Barcelona fühlte sich Rubens Barrichello gegenüber seinem Brawn-Teamkollegen Jenson Button benachteiligt. Doch im ersten freien Training am Donnerstag in Monaco dominierte der 36-jährige Brasilianer den WM-Leader und nahm ihm zwei Zehntelsekunden ab.

von
Peter Haab
Monaco

Nach dem GP von Spanien in Barcelona war Rubens Barrichello trotz dem zweiten Platz hinter seinem Teamkollegen Jenson Button ziemlich geknickt. Er hatte seinen Teamchef Ross Brawn im Verdacht, den Sieg mittels Stallregie WM-Leader Button zugespielt zu haben. Doch am ersten Trainingstag in Monaco ist der 36-jährige Brasilianer wieder voll aufgeblüht. Über die ganzen drei Trainingsstunden war er immer einen Tick schneller als Button. «In Monaco ist die langjährige Erfahrung ein wichtiger Punkt. Diesen Vorteil will ich hier voll ausspielen», freute sich Barrichello. «Am Sonntag fahre ich hier bereits meinen 17. Grand Prix. Doch dieses Rennen hat für mich nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Denn auf dem Strassenkurs von Monaco ein Formel-1-Auto zu bewegen, ist eine fantastische Herausforderung. Monaco ist definitiv eines meiner Lieblings-Rennen. Jetzt müssen wir schauen, wie wir uns bis zum Qualifying am Samstag noch steigern können.»

Button muss Fahrstil ändern

WM-Leader Jenson Button sieht sich im Fürstentum gezwungen, für schnelle Rundenzeiten seinen bevorzugten Fahrstil etwas zu verändern. «Ich bin ein Fahrer, der mit seinem Rennauto sehr sanft umgeht. Das hilft auch, die Reifen zu schonen. Doch hier in Monaco muss ich viel aggressiver zu Werke gehen als anderswo. Wir werden am Samstag ein extrem spannendes Qualifying erleben. Denn nirgends ist der Startplatz so wichtig wie hier in Monaco.»

Rosberg Schnellster - BMW-Sauber weit zurück

Schnellster am Donnerstag war Nico Rosberg, welcher Lewis Hamilton auf den zweiten Platz verwies. Dritter wurde Barrichello. Hamilton bewies - genauso wie auch die Ferrari-Piloten - dass mit ihm im Fürstentum zu rechnen ist.

Unerfreulich war das Training für BMW-Sauber. Robert Kubica explodierte der Motor im zweiten Training, Nick Heidfeld kam nur auf Rang 17. Sébastien Buemi fuhr im zweiten Durchgang die 15. beste Zeit.

Monte Carlo. Grand Prix von Monaco. Freies Training. Erster Teil:

1. Rubens Barrichello (Br), Brawn GP-Mercedes, 1:17,189 (155,773 km(h).

2. Felipe Massa (Br), Ferrari, 0,310 Sekunden zurück.

3. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 0,389.

4. Heikki Kovalainen (Fi), McLaren-Mercedes, 0,497.

5. Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 0,650.

6. Kazuki Nakajima (Jap), Williams-Toyota, 0,811.

7. Nico Rosberg (De), Williams-Toyota, 0,835.

8. Jenson Button (Gb), Brawn GP-Mercedes, 0,891.

9. Fernando Alonso (Sp), Renault, 1,094.

10. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 1,159.

11. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari, 1,506.

12. Nelson Piquet jun. (Br), Renault, 2,015.

13. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 2,044.

14. Sébastien Bourdais (Fr), Toro Rosso-Ferrari, 2,066.

15. Giancarlo Fisichella (It), Force India-Mercedes, 2,345.

16. Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber, 2,371.

17. Nick Heidfeld (De), BMW- Sauber, 2,390.

18. Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes, 2,411.

19. Timo Glock (De), Toyota, 2,509.

20. Jarno Trulli (It), Toyota, 2,642.

20 Fahrer im Training.

Zweites Training.

1. Rosberg 1:15,243 (159,802 km/h).

2. Hamilton 0,202.

3. Barrichello 0,347.

4. Button 0,531.

5. Massa 0,589.

6. Vettel 0,604.

7. Kovalainen 0,741.

8. Räikkönen 0,742.

9. Nakajima 1,017.

10. Piquet jun. 1,043.

11. Alonso 1,309.

12. Webber 1,336.

13. Sutil 1,432.

14. Trulli 1,672.

15. Buemi 1,740.

16. Bourdais 1,809.

17. Heidfeld 1,866.

18. Glock 1,964.

19. Fisichella 2,261.

20. Kubica, ohne Zeit/Motorschaden.

20 Fahrer im Training.

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