Vättis SG: Bartgeier aus Goldau für die St. Galler Bergwelt

Aktualisiert

Vättis SGBartgeier aus Goldau für die St. Galler Bergwelt

Bald kreisen drei Bartgeier im St. Galler Luftraum: Am Sonntag werden Sardona, Ingenius und Kira im Calfeisental ausgewildert. Sie können aber noch nicht fliegen.

von
sas
Der junge Bartgeier Sardona (kl.  B.) soll bald schon wie sein grosser Artgenosse fliegen. (Bilder: Daniel Hegglin - swild.ch)

Der junge Bartgeier Sardona (kl.  B.) soll bald schon wie sein grosser Artgenosse fliegen. (Bilder: Daniel Hegglin - swild.ch)

Die drei Bartgeier-Küken, die sich das Calfeisental im südlichen Zipfel des Kantons teilen werden, kennen sich erst seit ein paar Tagen. Im Tierpark Goldau müssen sie sich noch aneinander gewöhnen, bevor er es am Sonntag auf die Reise geht. Nach einer rund fünfstündigen Wanderung werden sie in eine Felsnische gebracht. Doch weil die drei Vögel noch nicht fliegen können, werden sie die nächsten Wochen von einem Beobachtungsteam gefüttert. Im Sommer sollen sie dann flügge sein und selber ihre Nahrung finden. Diese ­besteht zu 80 Prozent aus ­Knochen.

Die nächsten Jahre sollen jährlich zwei, drei Bartgeier ausgewildert werden. «Damit wollen wir eine neue Popula­tion schaffen, die sich früher oder später mit denjenigen im Engadin oder im Wallis vereinen soll», sagt Daniel Hegglin, Geschäftsführer der Stiftung Pro Bartgeier. Im ganzen Alpenraum wurden bislang 160 Bartgeier ausgewildert. Was ihnen aber fehlt, ist eine Blutauffrischung. Dafür sollen nun Kira, Ingenius, Sardona und ihre Nachkommen sorgen. (sas/20 Minuten)

Deine Meinung