Aktualisiert 04.06.2015 15:54

Homerun-Ball gefangen

Baseball-Fan freut sich – und ist entsetzt

Ein kleiner Fan der Detroit Tigers fängt einen Homerun-Ball. Darüber freut er sich riesig. Bis er begreift, dass es für sein Team nichts zu jubeln gibt.

von
hua

Das war ein klassisches Beispiel von «zu früh gefreut». In Detroit hatte das Heimteam der Tigers die Oakland Athletics zu Gast. Detroit führte im siebten Inning 3:1, ein Sieg war in Reichweite. Doch es sollte anders kommen. Am Schlagmal stand Oakland-Spieler Ben Zobrist. Alle Bases waren besetzt, da haute Zobrist einen Homerun heraus. Weil auf allen Bases ein Mitspieler stand, konnten alle einlaufen, es gab vier Punkte, ein sogenannter Grand Slam.

Das sind die sportlichen Fakten. Kurz danach kam es in den Rängen zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. Im Publikum konnte ein kleiner Bub mit seinem Handschuh den Homerun-Ball fangen. Etwas, von dem jeder amerikanische Baseball-Fan, der sich je ein MLB-Spiel angesehen hat, träumt. So wohl auch der Knabe mit Namen JD Schilp. Der Achtjährige jubelte frenetisch, hatte er doch einen sensationellen Catch geschafft.

Nur Sekunden später war JD am Boden zerstört, er begann gar zu weinen. Der Junge merkte, dass nicht seinen Tigers, sondern dem Gegner der Grand Slam gelungen war. Dadurch katapultierten sich die Athletics vom 1:3 zum 5:3. Letztlich gewann Oakland die Partie mit demselben Skore.

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