Aktualisiert 27.09.2004 12:30

Basel: 5 von 16 Glacé-Proben verdreckt

Nicht alle Basler Glacé sind unbewohnt: 5 von 16 Proben von Glacé und Glacélöffel-Wasser wiesen mehr Keime auf als erlaubt.

Die Kritik betrifft mobile Glacéstände, wie das Kantonslabor in einem im Internet publizerten Bericht feststellt.

Dass die Produktion von Speiseeis «eine besonders sorgfältige Betriebshygiene» erfordere, sei bekannt. Bisher noch nie habe man jedoch das Wasser untersucht, in dem die Portionierlöffel und Glacézangen geschwenkt werden. Dies wurde nun nachgeholt.

Die 16 Proben stammten von zwei Beizen und vier mobilen Glacéständen. Untersucht wurden je zwei Glaceproben, sowie bei den Ständen zusätzlich je eine Wasserprobe. Obwohl keine gefährlichen Salmonellen und Listerien gefunden wurden, sei die mikrobiologische Qualität der beanstandeten Proben doch «weniger erfreulich».

Während alle Beizen-Glacés bakteriologisch einwandfrei waren, hatte es in zwei Stand-Glacés zuviele Enterobakterien; eine davon wies auch zuviel aerobe mesophile Keime auf. Erstere Keime deuten auf mangelhafte Hygiene hin, und zweitere sind Verderbniserreger, wie das kantonale Laboratorium Basel-Stadt weiter festhält.

An jenem Stand mit dem doppelt beanstandeten Glacé war auch das Löffelwasser nicht sauber genug: Auch darin waren zu viele Enterokokken. Zwei weitere Wasserproben anderer Stände wiesen ebenfalls zu hohe Werte dieser Keime auf. - Manche Glacéstände wechselten das Wasser jede halbe Stunde, andere nur einmal am Tag.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.