Aktualisiert 24.01.2008 15:10

Basel: Anschläge gegen Autos und UBS

Brandanschläge auf insgesamt sechs Luxusautos in Basel und Arlesheim sowie ein Vandalenakt auf eine UBS-Filiale in Basel haben mehrere hunderttausend Franken Sachschaden gefordert.

Ein Zusammenhang der Taten mit dem Weltwirtschaftsforum (WEF) wird nicht ausgeschlossen.

Die brennenden Autos in Basel wurden von Anwohnern um 02.20 Uhr bei der Firma Agence Americaine Automobiles entdeckt, wie die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt mitteilte. Vier Luxusfahrzeuge brannten vollständig aus oder wurden stark beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere hunderttausend Franken. Die Brandursache stand zunächst nicht fest. Am Donnerstagmorgen schloss die Staatsanwaltschaft Brandstiftung nicht aus. Am Nachmittag dann sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft «Wir gehen jetzt von Brandstiftung aus.» Nähere Angaben zu dieser neuen Einschätzung der Brandursache machte er jedoch nicht.

Um 03.30 Uhr entdeckte eine Polizeipatrouille den Vandalenakt an der UBS-Filiale Ahornhof. Sämtliche Scheiben seien mit Steinen eingeschlagen worden. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Franken. Über die Täterschaft lagen zunächst keine Angaben vor. Peter Gill, Sprecher der Staatsanwaltschaft, schloss auf Anfrage nicht aus, dass es sich um Vandalenakte militanter Gegner des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos handeln könnte.

Auch im Baselbiet kam es zu zwei Autobränden. Kurz nach 02.00 Uhr hatte eine Polizeipatrouille in Arlesheim bei einer Autogarage zwei brennende Autos entdeckt. Die Feuerwehr löschte die brennenden Autos, wie die Baselbieter Kantonspolizei mitteilte. Die Personenwagen seien vollständig zerstört worden. Der Sachschaden wurde auf 75 000 bis 80 000 Franken beziffert. Die beiden Fahrzeuge seien mutwillig angezündet worden, gab die Baselbieter Polizei am Nachmittag bekannt. Von der Täterschaft fehlte aber jede Spur. Die Polizeistellen beider Basel klärten einen möglichen Zusammenhang zwischen den Autobränden in Basel und Arlesheim sowie dem Vandalenakt bei der UBS ab. Konkrete Hinweise gab es jedoch keine. Bekenner hätten sich keine gemeldet, hiess es bei der Staatsanwaltschaft.

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