10.08.2017 03:56

Impact Hub

Basel erhält Plattform für Start-ups der Zukunft

In Impact Hubs rund um den Globus arbeiten Start-ups an einer sozialen und nachhaltigen Wirtschaft der Zukunft. Die Initiative fasst nun auch in Basel Fuss.

von
lha
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Grosses Interesse am Basler Impact Hub. Zu den ersten Informationsveranstaltungen kamen mehrere Dutzend Unternehmer.

Grosses Interesse am Basler Impact Hub. Zu den ersten Informationsveranstaltungen kamen mehrere Dutzend Unternehmer.

Hub Basel
Die Singapurerin Connie Low hat den Hub in Basel initiiert. Sie lernte die Organisation in London kennen und will nun in Basel engagierte «Social Enterpreneurs» zusammenbringen.

Die Singapurerin Connie Low hat den Hub in Basel initiiert. Sie lernte die Organisation in London kennen und will nun in Basel engagierte «Social Enterpreneurs» zusammenbringen.

Hub Basel
Noch heisst es Hub Basel, Connie Low und ihrer Mitstreiter wollen aber möglichst bald als Impact Hub zertifiziert werden.

Noch heisst es Hub Basel, Connie Low und ihrer Mitstreiter wollen aber möglichst bald als Impact Hub zertifiziert werden.

Hub Basel

Nachhaltigkeit, Open Source, Sharing Economy – wenn die Initianten des Impact Hub Basel über ihr Projekt reden, fallen viele Buzzwords. Sie träumen von einer gerechteren und nachhaltigeren Wirtschaft der Zukunft, in der Unternehmen einen Mehrwert für Gesellschaft und Umwelt schaffen. «Profit, Planet, People», lautet ihrer Formel. Alleine 2015 entstanden in Impact Hubs rund um den Globus über 2100 Start-ups.

Basel hat eine blühende Start-up-Szene und nicht wenige davon sind stark auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Etwa Basel Unverpackt oder die Stadtpilze, die der Zero-Waste-Bewegung entspringen. Solche Geschäftsideen und Initiativen will der Impact Hub miteinander verknüpfen. «Wir wollen ihnen eine Plattform bieten, sich weiterzuentwickeln, zu wachsen und dabei profitabel zu werden», erklärt Hanna Byland vom Gründerteam des Hubs.

Wie Unternehmen profitabel werden, wissen die Macher des Basler Impact Hubs. Connie Low (31), Myrta Brugger (24), Hanna Byland (26) und André Moeri (40) entspringen einer neuen Generation Hochqualifizierter, die global vernetzt und hoch professionell agiert. Connie Low wuchs in Singapur auf, arbeitete im Nachhaltigkeitsbereich für verschiedene Grossunternehmen und folgte vor über vier Jahren dem Ruf der Pharma-Industrie nach Basel. In London stiess sie erstmals auf einen Impact Hub und wurde Mitglied. «Es ist jetzt an der Zeit, dass es in Basel auch einen gibt.»

Basler Unternehmer sind neugierig

Und Basel scheint darauf gewartet zu haben. Die ersten drei Info-Veranstaltungen wurden jeweils von rund 50 Interessierten besucht. «Sie kommen aus allen Bereichen und viele haben schon ein Unternehmen», erzählt Byland. Noch steckt der Hub aber in Kinderschuhen. Sie, Moeri und Brugger arbeiten aber praktisch Vollzeit daran, dass der Hub Basel, wie er aktuell noch heisst, möglichst bald offiziell zum Impact Hub zertifiziert wird.

Der Name steht für ein globales Netzwerk von Coworking-Spaces, die als Innovationslabor und Business-Inkubator für gleichgesinnte Unternehmer dienen. Der erste entstand 2004 in London. Mittlerweile sind es weltweit über 80 und alle sind lokal jeweils mit wichtigen Akteuren verbandelt. In Genf etwa ist die Zusammenarbeit mit der UNO und NGOs sehr intensiv, in Zürich mischt Google mit. «Sie alle teilen die selben Werte und wollen etwas verbessern in der Welt», sagt Byland.

Beim Impact Hub Basel wolle man den Fokus auf Sozialunternehmen legen. Wobei Connie Low lieber «Social Entrepreneurs» sagt. Es geht um Business und Innovation mit sozialem Mehrwert. «Basel ist eine sehr soziale Stadt, bietet aber auch einen sehr fruchtbaren Boden für Experimente und Innovation», sagt Low.

Inkubator für grüne Businessmodelle

Der Hub, der Name verrät es, ist ein Ort der Vernetzung. «Es ist aber nicht einfach ein Coworking-Space», sagt Byland. Obwohl ein Raum im eigentlichen Sinn das Kernelement ist. Darum herum wird ein breites Angebot aufgebaut. Events, Workshops, und vor allem gemeinschaftliche Aktivitäten wie Hackathons, wo gemeinsam in kürzester Zeit Projekte oder gar Produkte entwickelt werden. «Wenn wir die kritische Masse haben, wollen wir auch selbst Unternehmen lancieren», sagt Connie Low.

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