Basel: Häftling zündete Zelle an
Aktualisiert

Basel: Häftling zündete Zelle an

Nachdem es dreimal gebrannt hat, wurden im Basler Ausschaffungsgefängnis Bässlergut alle Feuerzeuge eingezogen. Zwei Tage, nachdem das Rauchverbot aufgehoben wurde, hat erneut ein Insasse Feuer gelegt - der vierte Brand seit September.

Nach den ersten drei Brandstiftungen war ein Rauchverbot erlassen und Feuerzeuge eingezogen worden. Zudem wurden die Zellen mit flammsicherer Bettwäsche und Handtüchern aufgerüstet. Dies war am 18. Dezember erledigt, weshalb das Rauchverbot wieder aufgehoben wurde. Doch schon am 20. Dezember kam es nun wieder zu einer Brandstiftung.

Dank der Aufmerksamkeit des Gefängnispersonals konnte das Feuer rasch gelöscht werden. «Als Folge» sowie «aus Sicherheitsgründen» werde nun aber wieder allen verboten, Bücher, Zeitschriften und andere brennbare Papierwaren in die Zellen mitzunehmen. Lesen und schreiben könne man weiterhin im beaufsichtigten Gemeinschaftsraum.

Bei den früheren Brandstiftungen war ein Insasse verletzt worden. Ein weiterer wurde in letzter Minute gerettet - er hatte geschlafen. Der Sachschaden beläuft sich laut Sicherheitsdepartement auf gegen eine halbe Million Franken. (sda)

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