Immobilienmarkt: Basel hat am meisten zu bieten
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ImmobilienmarktBasel hat am meisten zu bieten

Sie suchen eine Wohnung? Dann werden Sie am ehesten in Basel fündig: Basel ist und bleibt die Grossstadt mit dem grössten Angebot.

Die Zahl leerstehender Logis ist in den beiden Basel innert Jahresfrist um 272 auf 1652 gesunken. Der Wohnungsmarkt bleibt aber intakt, zumal im Stadtkanton demnächst über 500 neue Wohnungen fertig werden.

Die per 1. Juni erhobene Leerwohnungquote sank in den beiden Basel von 0,8 auf 0,7 Prozent. Im Stadtkanton wurde ein Rückgang von 1,2 auf 0,9 Prozent verzeichnet, während die Quote im Baselbiet bei 0,5 Prozent verharrte, wie die Statistischen Ämter beider Basel und der Schweizerische Verband für Immobilienwirtschaft SVIT am Donnerstag vor den Medien bekanntgaben.

In Basel-Stadt sank die Zahl leerer Wohnungen von 1294 auf 969. Schon in den nächsten Monaten kommen jedoch namentlich dank den neuen Überbauungen Volta und Erlenmatt rund 550 neue Wohnungen auf den Markt.

Das Wohnungsangebot ist damit in Basel weiterhin deutlich grösser als in den andern Schweizer Grossstädten. Die Leerstandsquote ist in Zürich mit 0,05 Prozent am tiefsten, gefolgt von Lausanne mit 0,1 Prozent. In Genf beträgt die Quote 0,2 und in Bern 0,6 Prozent.

Regierungspräsident sieht Standortvorteil

Die regionale SVIT-Präsidentin Pascale Hattemer beurteilte den Wohnungsmarkt des Stadtkantons vor den Medien als gut funktionierend. Wer eine Wohnung suche, habe bezüglich Preis und Lage eine gute Auswahl.

Regierungspräsident Guy Morin sieht in der akutellen Lage auf dem Wohnungsmarkt einen Standortvorteil für Basel. Eine Wohnungsnot treibe die Wohnungspreise in die Höhe, was sich für den Standort negativ auswirken kann.

Morin ist zuversichtlich, dass dank dem Wohnungsangebot die Wohnbevölkerung im Stadtkanton bis Ende Jahr wieder die magische Marke von 190'000 steigt. Laut dem Regierungpräsidenten fehlen dazu noch 232 Einwohnerinnen und Einwohner. Letztmals hatte Basel-Stadt 1999 mehr als 190'000 Bewohner gezählt.

Im Kanton Basel-Landschaft stieg die Zahl leerstehender Wohnungen seit der letztjährigen Erhebung um 53 auf 683 an. Die Statistiker führen diesen Anstieg auf die Zunahme der Nebautätigkeit zurück.

Rezession noch ohne Folgen

Erhoben wurden per 1. Juni in den beiden Basel erneut auch die Leerstände bei den Geschäftsräumen. Dabei kam zum Ausdruck, dass sich die Wirtschaftskrise bisher nicht ausgewirkt hat. Vielmehr sank die auf dem Markt angebotene leerstehende Flache insgesamt von 288 000 auf auf 272 778 Quadratmeter.

Die Entwicklung in den beiden Kantonen war indes unterschiedlich: Während in Basel-Stadt eine Zunahme der leerstehenden Fläche von 94 753 auf 110 929 Quadratmeter verzeichnet wurde, ergab sich im Baselbiet ein Rückgang von 193 247 auf 161 849 Quadratmeter.

(sda)

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