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Basel-Landschaft und Zürich entwickeln sich am nachhaltigsten

Erstmals wurden Kriterien zu Bereichen wie Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt, um den Stand der nachhaltigen Entwicklung zu messen. In der Schweiz entwickelt sich der Kanton Basel-Landschaft am nachhaltigsten.

An zweiter Stelle liegt Zürich, wie ein Quervergleich zwischen mehreren Kantonen zeigt.

Bund und Kantone sind gemäss Bundesverfassung verpflichtet, die nachhaltige Entwicklung zu fördern. Um diese Entwicklung auch zu messen, hat eine Arbeitsgruppe aus acht Kantonen, vierzehn Städten und mehreren Bundesämtern in den letzten zwei Jahren ein System von Indikatoren entwickelt, wie das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) am Montag mitteilte. Mit diesen rund 30 Indikatoren zu Themen wie Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft sollen der aktuelle Stand und die zeitliche Veränderung der nachhaltigen Entwicklung auf einer strategisch-politischen Ebene aufgezeigt werden. Verglichen werden im Umweltbereich beispielsweise der Nitratgehalt im Grundwasser, bei der Wirtschaft das Einkommen oder die Mietpreise und im Gesellschaftsbereich die Zahl der Gewaltdelikte.

Der erste Quervergleich zeigt nun, dass sich die beiden Kantone Basel-Landschaft und Zürich am nachhaltigsten entwickeln. Sie schnitten besser ab als die Kantone Solothurn, Graubünden, Aargau, Bern, Genf und Waadt. Führend ist Basel-Landschaft vor allem im Gesellschaftsbereich, während beispielsweise der Aargau bei den wirtschaftlichen Kriterien zuoberst auf der Liste steht. Bei den Städten führt Schaffhausen die Rangliste an, gefolgt von St. Gallen, Baden, Chur, Illnau-Effretikon (ZH) und Neuenburg.

Gemäss ARE ist es nun an den Kantonen, die Ergebnisse zu interpretieren und politische Schlussfolgerungen zu ziehen. Mit dem Aufbauprojekt sei der Grundstein für ein längerfristiges Nachhaltigkeitsmonitoring gelegt, an dem sich künftig möglichst viele Kantone, Städte und Gemeinde beteiligen sollen. Als nachhaltige Entwicklung wird eine Entwicklung definiert, die die gegenwärtigen Bedürfnisse zu decken vermag, ohne gleichzeitig späteren Generationen die Möglichkeit zur Deckung ihrer Bedürfnisse zu verbauen.

(dapd)

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