Basel mit einem blauen Auge davongekommen
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Basel mit einem blauen Auge davongekommen

Das Hochwasser hielt Basel gestern den ganzen Tag in Atem. Der Rhein blieb aber gerade noch in seinem Bett. Der Krisenstab ist weiterhin in Alarmbereitschaft.

Aufgrund einer drohenden Hochwasserkatastrophe wurde der Basler Krisenstab am Mittwochabend einberufen. Der Rhein stieg bis gestern Mittag auf fast 6,30 Meter an und schwappte an einigen Stellen über das Ufer. Rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei standen den ganzen Tag im Einsatz. Der Zivilschutz verteilte entlang des Kleinbasler Rheinufers rund 6000 Sandsäcke. Das ebenfalls gestiegene Grundwasser sorgte zudem für einige überflutete Keller, wie denjenigen des Musikers Alain Bürgler an der Oberen Rheingasse. «Ich wusste, dass ich mit so etwas rechnen muss, wenn ich hier wohne», sagt er. Getroffen vom Hochwasser ist auch das Basler Kulturfloss, das vorerst nicht mehr bespielt wird. Finanziell sei das schon sehr hart, so Kapitän Tino Krattiger.

In Birsfelden musste das Tierheim des Tierschutzes beider Basel evakuiert werden. 200 Tiere mussten ins Freie oder in höhere Etagen gebracht werden. Sie habe die Birs noch nie so wild erlebt, erzählt die Geschäftsführerin Iris Fankhauser.

Grössere Schäden gab es nicht zu vermelden. Basel scheint mit einem blauen Auge davongekommen zu sein.

Lukas Hausendorf

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