«Wir sind ohne Groll»: Vosselers Familie vergibt dem Lastwagenfahrer
Aktualisiert

«Wir sind ohne Groll»Vosselers Familie vergibt dem Lastwagenfahrer

Am 23. Oktober kam der bekannte Umweltaktivist Martin Vosseler bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Im Basler Münster fand am Dienstag eine öffentliche Abdankungsfeier statt.

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Im Basler Münster nahmen Angehörige und Freunde am Dienstagnachmittag Abschied vom Umweltaktivisten Martin Vosseler. Unter anderem hielt sein Göttimeitli Mirjam Ballmer eine Ansprache.

Im Basler Münster nahmen Angehörige und Freunde am Dienstagnachmittag Abschied vom Umweltaktivisten Martin Vosseler. Unter anderem hielt sein Göttimeitli Mirjam Ballmer eine Ansprache.

Screenshot/Youtube
Neben zahlreichen Einzelrednern sprach auch die Klimajugend, der sich Vosseler sehr verbunden fühlte, und es wurde viel gesungen.

Neben zahlreichen Einzelrednern sprach auch die Klimajugend, der sich Vosseler sehr verbunden fühlte, und es wurde viel gesungen.

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Die Anteilnahme am tragischen Unfalltod Vosselers in Basel war sehr gross. Jahrzehntelang setzte er sich kompromisslos für die Umwelt ein.

Die Anteilnahme am tragischen Unfalltod Vosselers in Basel war sehr gross. Jahrzehntelang setzte er sich kompromisslos für die Umwelt ein.

20 Minuten/las

Punkt 15 Uhr begann das Orgelspiel für Martin Vosseler im Basler Münster. Dort fand am Dienstagnachmittag die öffentliche Abdankungsfeier für den am 23. Oktober bei einem tragischen Velounfall verstorbenen Friedens- und Umweltaktivisten statt. Die Anteilnahme war gross, die Kirche praktisch bis auf den letzten Platz besetzt. Die Feier wurde sogar im Internet übertragen.

«Wir sind traurig», eröffnete Münsterpfarrer Lukas Kundert die Abdankung. «Wir sind ohne Groll, auch nicht gegen den Lastwagenfahrer», sagte er im Namen der Trauerfamilie. Diese Botschaft sei ganz wichtig für den Lastwagenfahrer.

An der Zeremonie im Münster hielten mehrere Menschen aus Vosselers Umfeld Ansprachen, mit denen sie sein Leben und Wirken würdigten. «Was das Leben von Martin erfüllt hat, ist nicht spurlos an uns vorbeigegangen», so Kundert.

Ein Leben für die Sonne

«Ich habe geliebt und bin geliebt worden. Ich hatte reiche Zeiten mit vielen Eindrücken und unvergessliche Begegnungen. Ich habe nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben, wenn ich sterbe», zitierte Beat Vosseler «schöne und tröstende Worte» seines verstorbenen Bruders. Dieser widmete sein Leben ganz der Sonne.

Zeichen dafür war ein gelber Sonnenschirm, den sein Göttimeitli Mirjam Ballmer für ihre Ansprache mitbrachte. Dieser sei eben auch ein Sonnenschirm. So viele Erinnerungen an ihn seien mit der Sonne verbunden.

«Er gab uns die Sicherheit, dass das Menschliche überlebt», sagte der Dichter Franz Hohler, ein Freund. «Martin wurde gehört», sagte ein Vertreter der Klimastreik-Bewegung, der Vosseler zuletzt sehr verbunden war. (20 Minuten)

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