Super League: Basel-Stürmer im Fokus
Aktualisiert

Super LeagueBasel-Stürmer im Fokus

Wenn der FC Basel heute bei YB gastiert, wartet auf Alex Frei und Marco Streller der erste Auftritt nach ihrem vieldiskutierten Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

von
ete

Mit einem ausnahmslos freundlichen Empfang können die beiden Stürmer wohl nicht rechnen, wenn sie heute mit ihrem FC Basel im Stade de Suisse (16 Uhr) auf Torjagd gehen. Damit rechnet auch Trainer Thorsten Fink. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Deutsche deshalb nicht: «Wir versuchen immer, auch nach aussen stets freundlich aufzutreten und uns gut zu präsentieren. Wenn wir angefeindet werden, dann aus Neid. Und Neid muss man sich erarbeiten. Deshalb kann ich damit leben. Seien wir ehrlich: Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid kriegst du geschenkt.»

Aber den Deutschen interessiert lediglich die sportliche Aufgabe, die auf sein Team wartet. Fink will das dritte Meisterschaftsquartal mit einer weissen Weste beenden. Denn mit acht Siegen aus acht Partien stehen seine Rotblauen im laufenden Jahr noch mit makelloser Bilanz da. Fink: «Ein weiterer Sieg würde auf die Konkurrenz Eindruck machen.»

Basel kann sich an einem guten Gegner messen

Der Deutsche freut sich auf das Spiel. «YB spielt guten Angriffsfussball und hat einen guten Trainer. Wir treffen auf einen Gegner, der nicht nur hinten reinsteht, sondern mitspielt. Das kommt uns entgegen und wir können uns endlich wieder an einem guten Gegner messen.» Zudem hat Fink mit Frei den Top-Torjäger der Liga (17 Saisontore) in seinen Reihen, auf den er sich stets verlassen kann. Obwohl der Baselbieter am Freitag im Training mit Scott Chipperfield zusammengerasselt war und sich einen schmerzenden, geschwollenen Knöchel eingehandelt hat, wird der Stürmer in Bern auflaufen. Genauso wie Streller, der wegen muskulären Problemen unter der Woche teilweise geschont wurde. Für den angeschlagenen Shaqiri (Muskelfaserriss) wird wohl Chipperfield als linker Verteidiger von Beginn an spielen.

Ein spezielles Spiel wird es auch für Emilio Dudar werden. Für den argentinischen Abwehrrecken in den Reihen der Berner ist es die erste Begegnung mit den Baslern seit seiner fürchterlichen Kopfverletzung am 12. September 2010 im Stade die Suisse. Dudar war mit seinem Teamkollegen François Affolter zusammengestossen und danach hart mit dem Kopf auf den Kunstrasen geknallt. Der Gaucho lag danach wegen einer schweren Gehirnerschütterung tagelang im künstlichen Tiefschlaf. Das Spiel endete 2:2.

Deine Meinung