Ballett-Regel: Basel Tattoo und Suisa gehen vor Bundesgericht

Aktualisiert

Ballett-RegelBasel Tattoo und Suisa gehen vor Bundesgericht

Die Veranstalter des Militärmusik-Festivals und die Suisa liegen miteinander im Rechtsstreit. Nun geht der Fall an die Richter in Lausanne.

von
pjz
Basel Tattoo: Steht die Musik oder die Show im Vordergrund?

Basel Tattoo: Steht die Musik oder die Show im Vordergrund?

Konkret geht es um den Tarif, den die Suisa beim Basel Tattoo anwenden darf. Die Suisa ist in der Schweiz zuständig für die Urheberrechtsentschädigung von Künstlern. Beim Fall des Basel Tattoo geht es um die so genannte Ballett-Regel: «Gemäss dieser Regel reduziert sich diese Entschädigung um die Hälfte, wenn die Musik lediglich untergeordnete oder begleitende Funktion in Zusammenhang mit einem choreografierten Tanz- oder Bühnenwerk einnimmt», bestätigt Erika Weibel, Pressesprecherin der Suisa. Die Veranstalter des Basel Tattoo beziehen sich auf diese Ballett-Regel.

Da es sich beim Basel Tattoo um ein Militärmusik-Festival handelt, ist die Suisa anderer Meinung, wie Berhard Wittweiler, Leiter Rechtdienst bei der Suisa, gegenüber dem SRF-Regionaljournal erklärt.

Das Bundesgreicht soll entscheiden

Im Rechtsstreit geht es um die Veranstaltung im Jahr 2009. Die Suisa fordert eine Entschädigung von rund 200 000 Franken. Diese Urteil habe auch Auswirkungen auf die darauf folgenden Ausgaben. «Würde das Urteil zu unseren Gunsten ausfallen, würde dies für die Zukunft bedeuten, dass das Basel Tattoo weniger zahlen müsste», sagt Erik Julliard, Produzent des Basel Tattoo. Erstinstanzlich hat das Zivilgericht dem Veranstalter Recht gegeben, während das Appellationsgericht der Argumentation der Suisa folgte. Jetzt geht der Fall ans Bundesgericht in Lausanne.

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