Basel: Tram kommt mit zwei Tagen Verspätung

Aktualisiert

Basel: Tram kommt mit zwei Tagen Verspätung

Das erste vollständig sanierte Combino-Tram wird am Freitag an die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) ausgeliefert - zwei Tage später als von den BVB Anfang November angekündigt. Im Linienverkehr wird es nach Prüfungen ab Mitte März eingesetzt.

Das Tram mit der Wagennummer 310 fährt per Sattelschlepper aus dem Siemens-Werk Krefeld nach Basel, wie die BVB am Donnerstag mitteilte. Die erneute Verzögerung sei logistisch begründet, sagte ein BVB-Sprecher. Man habe so allerdings die einstige Ankündigung «im Spätherbst» verpasst: Am 21. Dezember beginnt der kalendarische Winter.

Konkret sei das Tram bei Siemens pünktlich bereit gestanden. Die im Freiburg im Breisgau domizilierte Transportfirma habe aber zuerst - am 18. Dezember - in Basel das zweite Combino abgeholt und nach Krefeld gefahren, um eine teure Leerfahrt zu vermeiden. Mit dem zweiten Basler Combino soll die Serien-Sanierung beginnen.

Praxisbeweis steht aus

Weil das am Freitag erwartete Combinotram das erste sanierte und damit quasi ein Prototyp ist, wird es vor der Inbetriebnahme vom Bundesamt für Verkehr im Januar unter die Lupe genommen. Dann folgen Leerfahrten auf dem Basler Tramschienennetz zu Messzwecken.

Diese sollen den bisher erst theoretisch erbrachten Betriebsfestigkeitsnachweis «praktisch bestätigen». Wenn alles klappt und das erste sanierte Combinotram den Passagiertransport aufnimmt, will die BVB zusammen mit Siemens die Öffentlichkeit über die weitere Sanierung informieren.

Nach EURO 08 fertig

Die Sanierung der übrigen 27 Basler Combinos will Siemens trotz Verzögerungen wegen Teile-Lieferungen bis Herbst 2008 garantieren. Der Schlusstermin für die Sanierung liegt so nach der Euro08. Die BVB will jedoch alles daran setzen, dass für diesen Grossevent der grösste Teil der insgesamt 28 Niederflurtrams zur Verfügung steht.

Auf der Suche nach lebensverlängernden Massnahmen war man auf die so genannte «hydraulische Wanksteuerung» gestossen: Diese hält Wagenteile in optimaler Lage zu einander. Das soll den Komfort der Passagiere steigern und das konstruktionsbedingt strapazierte Chassis um mindestens zwei Jahre länger nutzbar machen.

(sda)

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