Basel verbietet den Verkauf von Tabak an Minderjährige
Aktualisiert

Basel verbietet den Verkauf von Tabak an Minderjährige

Im Kanton Basel-Stadt dürfen ab dem 1. August keine Tabakwaren mehr an unter 18-Jährige verkauft werden. Wer gegen das Verbot verstösst, riskiert hohe Bussen.

Die neue Regelung ist Teil des kantonalen Massnahmenpakets zur Tabakprävention, das im Oktober 2006 vom Grossen Rat gutgeheissen wurde. Die Bestimmung verbietet dem Verkaufspersonal, Tabakwaren an Minderjährige zu verkaufen. Im Zweifelsfall muss ein Ausweis verlangt werden. Wer gegen das Gesetz verstösst, muss mit einer Anzeige und hohen Bussen rechnen, erklärt Mark Flückiger vom Justizdepartement: «Je nach Gerichtsurteil kann die Strafe bis zu 10 000 Franken betragen.»

Nach einer Übergangsfrist sind ab dem 31. Dezember 2009 auch Zigarettenautomaten von der Regelung betroffen. Sie müssen dann entweder vom Personal überwacht werden oder so ausgestattet sein, dass Jugendliche keinen Zugang zu Rauchwaren haben.

Eine Möglichkeit besteht darin, den Bezug von Zigaretten nur mittels Kreditkarte mit Altersangabe zu erlauben. Ein anderes System sieht die Bezahlung via Chips vor. Diese müssten dann jeweils an der Theke gekauft werden. Dass es dennoch zu Missbräuchen kommen kann, ist für Flückiger klar: «Wir werden daher in allen Bereichen regelmässig Kontrollen durchführen.»

(na)

Deine Meinung