Aktualisiert 26.08.2012 10:15

Super LeagueBasel verliert erstmals - GC siegt

Aufsteiger St. Gallen schockt in der 7. Runde der Super League Basel und siegt im Spitzenkampf mit 2:1. Zum sechsten Mal unbesiegt bleibt GC.

Aufsteiger St. Gallen beeindruckt weiter. Im Spitzenspiel der 7. Runde der Super League bezwingen die Ostschweizer Meister Basel nach einem 0:1-Rückstand mit 2:1 und rücken damit auf Platz zwei vor.

Im strömenden Regen kehrte der erstaunliche Aufsteiger vor 18'841 Zuschauern die stimmungsvolle und gehaltvolle Partie nach der Pause. Der Slowene Dzengis Cavusevic (51.) glich die frühzeitige FCB-Führung durch Jacques Zoua (10.) nach einem herrlichen Spielzug über fünf Stationen aus. Und der quirlige Tessiner Alberto Regazzoni krönte seine ausgezeichnete Leistung in der 71. Minute mit dem 2:1. Er schlenzte den Ball mit dem rechten Fuss aus 18 Metern flach ins weitere Eck.

Gegen Spielschluss drückte Basel wohl auf den Ausgleich, doch die besten Chancen zur endgültigen Entscheidung vergaben Franck Etoundi und Oscar Scarione, die alleine vor dem FCB-Tor scheiterten. Während die erfrischend und kombinationsstark auftretenden St. Galler weiter ungeschlagen sind und sich in einen Fussballrausch gespielt haben, hat Basel innert fünf Tagen (1:2 gegen Cluj) den zweiten Dämpfer und erstmals in der neuen Meisterschaft eine Niederlage erlitten.

Erste Chance, erstes Tor: Der FC Basel zeigte sich im Abschluss zunächst sehr effizient. Einen öffnenden Pass in die Tiefe wuchtete der Kameruner Jacques Zoua nach zehn Minuten ins Netz. Der gegenüber dem Heimspiel gegen Cluj auf fünf Positionen veränderten Meister lag wunschgemäss in Führung und verwaltete diese bis zur Pause geschickt.

St. Gallen zeigte wohl eine gute Reaktion, spielte gefällig mit, aber der entscheidende letzte Pass war bis zum Seitenwechsel zu unpräzis. Der FCB, der ohne den angeschlagenen Marco Streller (muskuläre Oberschenkel-Probleme) angetreten war, verpasste den Ausbau seiner Führung knapp, als der Ägypter Mohamed Salah einen Heber aufs Netzdach zog (31.).

Die Grasshoppers weiter im Hoch

Der Höhenflug der Grasshoppers hält an. Nach dem 1:0 gegen Thun sind die Zürcher nun seit sechs Partien ungeschlagen.

Doppelt ungewohnte Szenen im Letzigrund: Die Fans der Grasshoppers bejubelten schon vor Spielende frenetisch ihre Mannschaft und Uli Forte konnte sich bei der Matchanalyse mit einem wahren «Luxus-Problem» auseinandersetzen. Weil seine Spieler es verpasst hatten, ihre klare territoriale Überlegenheit in adäquate Torerfolge umzusetzen und gegen Schluss etwas gar passiv wurden, blieb der zweite aufeinanderfolgende Heimerfolg im Prinzip bis in die Schlussminuten gefährdet.

Die letzten 20 Minuten waren aber gewiss das Einzige, was dem neuen GC-Erfolgstrainer nicht gefallen haben kann. GC überzeugte erneut mit erfrischend offensivem Spiel und erarbeitete sich regelmässig Chancen. Als Izet Hajrovic kurz vor dem Pausenpfiff nach schöner Vorlage von Steven Zuber eiskalt seinen zweiten Saisontreffer erzielte, war dies zu später Lohn für ein klares Plus. Mehrere klare Chancen konnten indes nicht genutzt werden, unter anderem prallte ein Schuss des spielfreudigen Zuber vom Pfosten zurück ins Feld. Nach der Pause bot sich das gleiche Bild: GC ging allzu fahrlässig mit den Möglichkeiten um. Das evidenteste Beispiel hiefür betraf Toko, der in der 51. Minute nach einer sehenswerten Einzelleistung von Nassim Ben Khalifa ideal angespielt wurde, aber so wenig dezidiert schoss, dass ein Thuner kurz vor der Linie abwehren konnte.

Ganz anders die Analyse bei Thun, das nun dreimal in Serie verloren hat und jegliches Selbstvertrauen vermissen liess. Die Berner Oberländer liessen gerade im Vergleich zum 2:0-Sieg an selber Stätte gegen den FC Zürich (2. Runde) jegliche Offensivgefährlichkeit vermissen. GC-Keeper Roman Bürki war enorm unterbeschäftigt und musste lediglich in den Schlussminuten zwei Flankenbälle parieren. Das Team von Bernard Challandes wartet nun seit 235 Minuten auf einen Torerfolg. Wenn es so weiterspielt wie gegen GC wohl noch lange.

Roman Bürki zum Sieg gegen Thun

Uli Forte drückt auf die Euphoriebremse

Super League, 7. Runde

St. Gallen - Basel 2:1 (0:1)

AFG-Arena. - 18'841 Zuschauer. - SR Studer.

Tore: 10. Zoua (Stocker) 0:1. 51. Cavusevic (Mathys) 1:1. 71. Regazzoni (Scarione) 2:1.

St. Gallen: Lopar; Mutsch, Montandon, Stocklasa, Pa Modou; Janjatovic (87. Schönenberger), Nater; Mathys, Scarione, Regazzoni (92. Sutter); Cavusevic (65. Etoundi).

Basel: Sommer: Steinhöfer, Kovac, Dragovic, Voser; Diaz (66. Cabral); Salah (51. David Degen), Fabian Frei, Stocker; Alex Frei, Zoua (88. Vuleta).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Hämmerli, Lehmann und Nushi (alle verletzt) sowie Tadic und Martic (U21). Basel ohne Philipp Degen, Streller und Yapi (alle verletzt) und Sauro (krank). 59. Lopar lenkt Freistoss von Alex Frei an Pfosten. Verwarnungen: 32. Kovac (reklamieren). 40. Fabian Frei (Foul), 58. Montandon (Foul), 75. Mathys (Foul). 83. Stocker (Unsportlichkeit, «Schwalbe»), 89. Regazzoni (Unsportlichkeit, «Ball wegschlagen). 93. David Degen und Sutter (beide Foul).

Grasshoppers - Thun 1:0 (1:0)

Letzigrund. - 4950 Zuschauer. - SR Hänni.

Tor: 44. Hajrovic (Zuber) 1:0.

Grasshoppers: Bürki; Lang, Vilotic, Grichting, Pavlovic; Salatic; Toko, Xhaka (86. Brahimi), Zuber; Hajrovic (70. Feltscher), Ben Khalifa (90. Paiva).

Thun: Faivre; Lüthi, Schindelholz, Ghezal, Wittwer (46. Schneider); Hediger, Demiri; Ferreira, Zuffi (74. Salamand), Schirinzi (65. Cassio); Schneuwly.

Bemerkungen: GC ohne Gashi, Abrashi, Coulibaly, Hossmann (alle verletzt), Thun ohne Ngamukol (gesperrt), Krstic, Bigler (beide verletzt). Verwarnungen: 31. Ghezal (Foul), 39. Vilotic (Foul), 59. Ferreira (Foul), 67. Hediger (Foul).

Super League

(si)

Marco Streller verletzt

Basel muss gegen St. Gallen auf Marco Streller verzichten. Der Captain fällt verletzt aus. Er habe sich im Training muskuläre Probleme zugezogen. Ob er in Cluj wieder antreten kann, ist noch nicht bekannt. Es sieht allerdings gut aus.

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