Aktualisiert 05.03.2008 22:34

Basel will Suchtproblemen besser entgegentreten

Die Stadt will die
Suchthilfe verbessern:
Junge Rauschtrinker
und mehr Kokssüchtige
bereiten den Behörden
Kopfzerbrechen.

von
Patricia Spycher

Das Gesundheitsdepartement sowie die im Suchthilfebereich tätigen Institutionen prüften im letzten Jahr Angebot und Bedarf in den Bereichen Beratung, Schadensminderung, Therapie und Wohnen. «Es gibt nicht mehr den typischen Heroinabhängigen. Süchtige konsumieren oft mehrere Drogen», so der Bereichsleiter der Gesundheitsdienste, Andreas Faller. Die Nachfrage nach ambulanter

Therapie sei gestiegen, die stationäre dagegen weniger gefragt.

«Handlungsbedarf besteht im Bereich der Alkoholberatung», sagt Eveline Bohnenblust, Leiterin der Abteilung Sucht. Alkohol stelle nach wie vor die häufigste Abhängigkeitserkrankung dar. Das exzessive Rauschtrinken bei Jugendlichen sei dabei ein grosses Problem. Mit Baselland würden Absprachen über ein allfälliges Alkoholverbot bei Jugendlichen getroffen. «Wir verzeichnen zudem einen Anstieg des Kokainkonsums», so Bohnenblust weiter.

Als wichtiges Ziel wurde die Vernetzung der Institutionen untereinander wie auch mit Polizei, Sozialhilfe und Spital genannt. Auch ein spezifisches Beratungsangebot für Migranten werde angestrebt. «Die Kosten möchten wird durch Mittelverschiebung decken», so Gesundheitsdirektor Carlo Conti.

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