Freie Fahrt fürs Rad: Baselbiet treibt Ausbau seiner Velowege voran
Aktualisiert

Freie Fahrt fürs RadBaselbiet treibt Ausbau seiner Velowege voran

Das Baselbiet will velofreundlich werden und investiert Millionen in seine Radwege. Dem Verband Pro Velo reicht dies aber noch nicht.

von
lha
Auf Überlandstrassen ist es für Velos oft gefährlich. Zwischen Bubendorf und Hölstein wird ein erster Abschnitt des Radwegs nun getrennt von der Strasse geführt.

Auf Überlandstrassen ist es für Velos oft gefährlich. Zwischen Bubendorf und Hölstein wird ein erster Abschnitt des Radwegs nun getrennt von der Strasse geführt.

«In den letzten Jahren lief wenig, das Agglomerationsprogramm hat nun einen Schub gegeben», sagt der Baselbieter Radroutenbeauftragte Armin Schmauss. Jetzt werden in 16 Gemeinden bis ins Jahr 2020 14 Kilometer neue Radwege gebaut. Der 25-Millionen-Kredit dafür datiert noch von 1998. Bereits dieses Jahr werden im Rahmen von Strassenbauprojekten Massnahmen zu Gunsten der Radfahrer umgesetzt. «Ausserorts auf den Kantonsstrassen gibt es teils gefährliche Situationen», so Schmauss. Einige davon konnten bereits entschärft werden, etwa zwischen Bubendorf und Hölstein, wo ein erster Abschnitt des neuen Radwegs im Frühling eröffnet wurde. Grundsätzlich wird angestrebt, dass auf Überlandstrassen, wo Tempo 80 gilt, die Velos dereinst auf abgetrennten Radstreifen fahren.

Veloverband nicht befriedigt

Vom Ausbauprogramm profitieren am meisten Radler im oberen Kantonsteil. In der Agglomeration kommt es nur punktuell zu Aufwertungen, was Pro Velo kritisiert. «Es bräuchte kreuzungsfreie Radstrecken in Richtung Stadt», sagt Geschäftsführer Roland Chrétien. Für die Velo-Pendler aus dem Birs- und Leimental seien die Radwege nach Basel ungenügend. In der Velostadt Basel ist aber auch nicht alles zum Besten bestellt. Die mit dem Verkehrskonzept Innerstadt einhergehende Totalsperrung der Freien Strasse etwa stösst Pro Velo sauer auf. Und entlang der Tramlinie nach Riehen fehle ein ordentlicher Radweg.

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