Basels Grosser Rat kriegt neue Homepage mit Gribs
Aktualisiert

Basels Grosser Rat kriegt neue Homepage mit Gribs

Das Basler Parlament wird einen neuen Internet-Auftritt nach dem Vorbild der Website des Zürcher Kantonsrats erhalten. Neu sollen die Telefonnummern der Volksvertreter angegeben sein.

Wer in Basel-Stadt via Internet-Portal des Kantons nähere Angaben über einen Grossrat sucht, wird enttäuscht: Man erfährt nichts ausser Name, Partei, Adresse und bestenfalls die E-Mail-Adresse. Das hat seinen Grund: «Bevor der Kanton 1999 sein Portal aufschaltete, ergab eine Umfrage, dass die Mehrheit der Grossräte keine Telefonnummern angeben wollte», erklärt die Leiterin der Ratsdienste, Sabine Canton.

Der Fraktionspräsident der FDP, Daniel Stolz (36), meint: «Das ist eindeutig ein Generationenproblem. Das Telefon gehört unbedingt dazu, damit die Volksvertreter einfach zu kontaktieren sind.» SD-Präsident Markus Borner (49) dagegen findet: «Man kann erwarten, dass die Leute im Telefonbuch oder im Twix-Tel nachschauen. Es geht auch um die Wahrung der Privatsphäre.»

Spätestens ab 1. Februar soll dies mit dem neuen Grossrat-Informationssystem Basel-Stadt (Gribs) ändern. Thomas Dähler, Leiter Parlamentsdienste, baut den Internet-Auftritt nach Zürcher Vorbild um: Dort sind die 180 Kantonsräte mit privater und politischer Kürzestbiografie sowie mindestens einer Telefonnummer aufgeführt.

(lvi)

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