Basels Kinder und Guggemusiken trotzen der Kälte
Aktualisiert

Basels Kinder und Guggemusiken trotzen der Kälte

Klamme Finger und kalte Füsse haben sich am Dienstag jene Fasnächtler und Zuschauer eingehandelt, die in Basel die Kinderfasnacht geniessen wollten.

Trotzdem herrschte wildes Treiben, für das besonders der Nachwuchs besorgt war.

Bei Temperaturen um null Grad schien am Mittag noch die Sonne. Wer nun glaubte, nach dem Schneesegen vom Montag käme endlich besseres Wetter, der irrte gewaltig. Eine steife Bise und gelegentlicher Schneefall setzten nach 14.00 Uhr ein. Die Fasnächtler verzogen sich schnell in die Beizen.

Laternenverse

Draussen blieben die Kinder, die unermüdlich Konfetti warfen und auf ihren selbstgebastelten Instrumenten spielten. Derweil übten zahlreiche Guggemusiken für die grossen Platzkonzerte am Abend. Auf dem Münsterplatz waren die Laternen der Cliquen aufgestellt, die wegen des Windes an Betonsockeln festgezurrt waren.

Viele Zuschauer kamen wiederum aus der ganzen Schweiz, um sich über die Laternenverse zu amüsieren. «Z Guantanamo und z'Abu Graib isch s'Menscherächt en arme Kaib», schreiben die «Alti Stainlemer».

Die Nichtwahl von Anita Fetz in den Basler Bankrat kommentiert die Clique «Räppli» mit folgendem Vers: «E jedi Macht hett emool si Änd, bsunders nonere bleede Schpänd». Oft thematisiert wird das Verhältnis der beiden Basel: «Wotsch e richtige Bebbi si, wohnsch in Aesch und schaffsch am Rhy», schreibt die «Lälli»-Clique.

Mehrere Cliquen geben auch «Interna» preis; dabei ist nicht selten zu erfahren, dass die meisten Mitglieder im Baselbiet wohnen. Trotz der bitteren Kälte formierten sich viele «Schiessdräggzigli». Diese Trommler- und Pfeifer-Gruppierungen ziehen ohne vorgegebenen Plan durch die Strassen.

(sda)

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