Rückspiel in Cluj: Basels Spiel um 20 Millionen Franken
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Rückspiel in ClujBasels Spiel um 20 Millionen Franken

Für den FC Basel steht gegen Cluj viel auf dem Spiel: Verpassen die Basler die Champions League, gehen Millionen flöten – und auch der Glanz des Schweizer Meisters.

von
fbu

Es geht um Millionen, wenn der FC Basel am Mittwoch gegen Cluj im Rückspiel der Champions-League-Playoffs antritt. Die Basler müssen die Hypothek der 1:2-Heimniederlage aus dem Hinspiel wettmachen. Es wird keine einfache Aufgabe und es geht um noch mehr Geld als auch schon. Denn die Uefa hat die Prämien der Champions League erhöht.

Neu bekommt jeder Teilnehmer beim Erreichen der Gruppenphase 10,3 Millionen Franken. In der Europa League wären es gerade mal 1,5 Millionen – ein signifikanter Unterschied. Es gibt aber noch deutlich mehr Geld in der Champions League zu verdienen. 1,2 Millionen Franken kommt pro Sieg in der Gruppenphase dazu, immerhin die Hälfte davon gibt es bei einem Unentschieden.

20 Millionen könnten winken

Nicht genau abzuschätzen ist, wie viel Geld der FC Basel in der Gruppenphase über den Marktpool, der vor allem von den TV-Rechten abhängt, und den Zuschauereinnahmen verdienen könnte. Es wäre aber definitiv ein Millionenbetrag. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass für den FCB bei einem Ausscheiden gegen Cluj rund 20 Millionen Franken flöten gehen.

Die Vergangenheit zeigt, wie lukrativ eine Champions-League-Teilnahme sein kann. In den vier bisherigen Kampagnen hat der FC Basel knapp 95 Millionen Franken verdient. Bei der Premiere im Jahr 2002 betrug der Gewinn 28 Millionen Franken. Auch dank der Zwischenrunde, die es damals noch gab. Die Teilnahmen in den Jahren 2008 und 2010 waren sportlich wie finanziell weniger lukrativ: Die Einnahmen beliefen sich auf je 19 Millionen. Rund 29 Millionen waren es dank der sensationellen Achtelfinal-Qualifikation in der letzten Saison.

Könnte Basel an Attraktivität verlieren?

Am Ende steht aber fest: Sollte dem FCB die Champions League in diesem Jahr verwehrt bleiben, ist das noch keine Katastrophe. Dank den zuletzt erfolgreichen Jahren verfügt der Krösus der Super League über ein finanzielles Polster. Ausserdem sei der FCB nicht so verwegen, die Einnahmen der Königsklasse zu budgetieren, betont Präsident Bernhard Heusler im Interview mit 20 Minuten.

Schmerzhafter als die fehlenden Einnahmen dürfte für die Bebbi bei einem allfälligen Scheitern ein anderer Aspekt sein: Die Erfolge in der Champions League haben den FCB für Spieler attraktiv gemacht – besonders für ausländische Akteure. Fällt dieses Magnet weg, verliert der Schweizer Meister deutlich an Anziehungskraft für aussergewöhnliche Talente.

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