Aktualisiert 17.03.2004 13:03

BASF startet gut ins 2004

Nach einer ökonomischen Achterbahnfahrt 2003 ist der Chemiekonzern BASF erfolgreich in das neue Jahr gestartet.

Das weltgrösste Chemieunternehmen erwarte für 2004 ein weiteres Wachstum bei Umsatz und Gewinn, sagte Vorstandschef Jürgen Hambrecht am Mittwoch in Ludwigshafen. Der Umsatz sei 2003 um 3,6 Prozent auf 33,4 Milliarden Euro gestiegen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen habe um 3,9 Prozent auf 2,99 Milliarden Euro zugelegt.

Möglich wurde die in der Summe positive Entwicklung des Jahres 2003 nach Hambrechts Worten durch ein überraschend starkes viertes Quartal: «Seit Oktober des zurück liegenden Jahres stellen wir eine Geschäftsbelebung fest.» Der Umsatz habe sich allein in den letzten drei Monaten des Jahres um 6,5 Prozent auf 8,54 Milliarden Euro verbessert. Das EBIT vor Sondereinflüssen legte sogar um 25 Prozent auf 814 Millionen Euro zu.

Nach Darstellung des Vorstandschefs konnte die BASF den neu gewonnenen Schwung ins Jahr 2004 mitnehmen. In den Monaten Januar und Februar hätten Umsatz und EBIT auf dem hohen Niveau vom Jahresbeginn 2003 gelegen. Das erste Quartal 2003 waren für die BASF mit 8,8 Milliarden Euro Umsatz und einem EBIT vor Sondereinflüssen von 944 Millionen Euro der erfolgreichste Jahresabschnitt gewesen. Dagegen hatte das Unternehmen im dritten Quartal mit 7,7 Milliarden Euro Umsatz und einem operativen Ergebnis von 403 Millionen Euro einen schweren Einbruch erlebt.

Abbau von Arbeitsplätzen in Nordamerika angekündigt

Trotz der insgesamt positiven Zahlen hat die BASF unter dem Strich weniger Geld verdient. So sackte der Jahresüberschuss um 39,5 Prozent auf 910 Millionen Euro ab. Finanzvorstand Kurt Bock machte für diese Entwicklung höhere Steuern und ein Minus im Finanzergebnis von 490 Millionen Euro verantwortlich. Basell, ein Gemeinschaftsunternehmen von BASF und Shell, habe Verluste gemacht. Die Beteiligung am Joint Venture Dystar habe in erheblichem Umfang wertberichtigt werden müssen. Nach Einschätzung des Vorstands handelt es sich weitgehend um Einmaleffekte.

Hambrecht kündigte für Nordamerika den Abbau von 750 Arbeitsplätzen bis 2006 an. Im Gegensatz zu allen anderen Regionen der Welt habe die BASF hier im vergangenen Jahr Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verzeichnen müssen. So sackte der Umsatz um 8,3 Prozent und das EBIT sogar um 56,5 Prozent ab. «Mit der Ertragslage in Nordamerika sind wir nicht zufrieden», erklärte der BASF-Chef. Der Konzern werde den Standort South Brunswick in New Jersey schliessen und die dortige Styroporproduktion nach Mexiko verlagern.

Ausnahmslos alle Geschäftsbereiche des Konzerns konnten nach Unternehmensangaben 2003 schwarze Zahlen schreiben. Den mit Abstand grössten Gewinnbeitrag lieferte wieder einmal das Öl- und Gasgeschäft der BASF. Hier stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit gegenüber 2002 von 1,21 auf 1,37 Milliarden Euro. Finanzvorstand Bock kündigte an, der Konzern wolle im laufenden Jahr erneut 500 Millionen Euro für den Rückkauf eigener Aktien einsetzen. (dapd)

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