Kyrie Irving verweigert Impfung und verliert über 185 Millionen
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Kyrie Irving auf AbwegenBasketball-Star verweigert Impfung und verliert über 185 Millionen Franken

Kyrie Irving ist der einzige Spieler des NBA-Clubs Brooklyn Nets, der nicht geimpft ist. Das Team hat entschieden, dass er nicht mehr mittrainieren und -spielen darf, sofern er nicht mindestens eine Impfdosis erhalten hat.

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Basketball-Superstar Kyrie Irving wird vorerst nicht für seinen NBA-Club Brooklyn Nets spielen. 

Basketball-Superstar Kyrie Irving wird vorerst nicht für seinen NBA-Club Brooklyn Nets spielen.

USA TODAY Sports
Das hat einen einfachen Grund: Der 29-Jährige ist der einzige Nets-Spieler, der sich bisher nicht gegen Corona hat impfen lassen. 

Das hat einen einfachen Grund: Der 29-Jährige ist der einzige Nets-Spieler, der sich bisher nicht gegen Corona hat impfen lassen.

AFP
Sollte er das nicht mindestens einmal tun, wird er den Saisonstart am 19. Oktober verpassen. Sein Star-Kollege Kevin Durant (l.) verliert damit einen wichtigen Mitspieler. 

Sollte er das nicht mindestens einmal tun, wird er den Saisonstart am 19. Oktober verpassen. Sein Star-Kollege Kevin Durant (l.) verliert damit einen wichtigen Mitspieler.

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Darum gehts

  • Basketball-Superstar Kyrie Irving will sich nicht gegen Corona impfen lassen.

  • Deshalb darf der 29-Jährige nicht für seinen NBA-Club Brooklyn Nets spielen.

  • Irving gehen damit Einnahmen von über 185 Millionen Franken flöten.

Nein, er will nicht – und nun darf er auch nicht mehr: NBA-Superstar Kyrie Irving hat keine Absicht, sich gegen Corona impfen zu lassen. Deshalb wird er von seinem Club Brooklyn Nets vorerst nicht mehr berücksichtigt. «Angesichts der sich entwickelnden Situation und nach gründlicher Überlegung haben wir entschieden, dass Kyrie Irving nicht mit dem Team spielen oder trainieren wird», erklärte General Manager Sean Marks in einem am Dienstag veröffentlichten Statement. Der 29-jährige Irving hatte auf Fragen zu seinem Impfstatus betont, dies sei seine Privatsache.

Marks gab aber am Dienstag an, dass Irving als einziger Nets-Spieler nicht geimpft sei. «The Athletic» (Bezahlschranke) zitiert diverse Quellen, die sagen, dass der NBA-Meister von 2016 nicht generell gegen die Impfung sei. Trotzdem will er sich vorerst nicht impfen lassen. Die Quellen sagen weiter aus, Irvings Haltung bestehe darin, dass er verärgert sei, dass Menschen aufgrund von Impfstoffmandaten ihren Arbeitsplatz verlieren. Diese Haltung habe er engen Teamkollegen erklärt. Für ihn geht es um einen grösseren Kampf als den auf dem Platz. «Kyrie will eine Stimme für die Stimmlosen sein.»

Eine Impfdosis ist notwendig

Irving habe «eine persönliche Entscheidung getroffen», hiess es in einem Club-Statement. Man respektiere seine individuelle Entscheidung, aber diese schränke seine Möglichkeiten ein, ein Vollzeit-Mitglied der Mannschaft zu sein. «Es ist wichtig, dass wir die Team-Chemie weiter ausbauen und unseren langjährig etablierten Werten des Miteinanders und der Opferbereitschaft treu bleiben.» Die Saison-Ziele würden sich nicht ändern. «Wir freuen uns auf den Saisonstart und auf eine erfolgreiche Kampagne, die den Bezirk Brooklyn stolz machen wird.»

Weil Irving nun nicht spielen wird, droht ihm ein Verlust von über 185 Millionen Franken. Diese enorme Summe setzt sich aus Spiel- und Werbeverträgen zusammen. Uncle Drew, wie Irving auch genannt wird, ist seine Haltung, dass jede Person selbst entscheiden kann, ob sie den Impfstoff ohne Auswirkungen auf den Jobstatus einnehmen sollte, also wichtiger als das viele Geld. Wenn man weiss, dass der Pointguard bereits Multimillionär ist, relativiert sich dieser Einnahmeverlust etwas.

Die Entscheidung, dass Irving nicht mehr spielen darf, gelte so lange, bis er die Voraussetzungen erfülle, um wieder ein «vollwertiger Teilnehmer» zu sein, hiess es weiter. Die Stadt New York City verlangt von Hallensportlern und Hallensportlerinnen einen Impfnachweis. Um wieder trainieren und spielen zu dürfen, muss Irving mindestens eine Impfdosis erhalten haben. Viel Zeit dazu hat er nicht mehr, denn die Nets starten am 19. Oktober in Milwaukee gegen die Bucks – den Titelverteidiger – in die neue Saison.

Die Erde ist eine Scheibe

Irving steht nicht das erste Mal abseits des Basketball-Courts im Fokus. Er stellte 2017 in einem Podcast infrage, ob die Erde wirklich eine Kugel ist. Die Aussage, er sei sich nicht sicher, ob die Erde rund oder flach sei, brachte ihm viel Kritik und Spott ein. Nachdem der öffentliche Druck immer schlimmer geworden war, entschuldigte sich der Basketballer 2018 für seine Aussage: «Ich entschuldige mich auch bei allen Naturwissenschaftslehrern, die mir sagten: ‹Deinetwegen müssen wir den ganzen Lehrplan wiederholen.›»

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(hua/dpa)

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